Mönchengladbach - Borussias Nr. 1 ist eine „Lightversion” von Neuer

Borussias Nr. 1 ist eine „Lightversion” von Neuer

Von: fö
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Und rein ins Getümmel: Bei den wenigen Kölner Gelegenheiten war Marc-André ter Stegen zur Stelle und löste die Aufgaben bei seinem Bundesliga-Debüt Foto: dpa

Mönchengladbach. Wer suchet, der findet. Doch in Mönchengladbach wird man niemanden finden, der Marc-André ter Stegen keine gute sportliche Zukunft vorhersagt. Und das aus verschiedenen Gründen. Einerseits hat der noch bis 30.April 18-Jährige ein richtig großes Potenzial, zum anderen gilt der gebürtige Mönchengladbacher als bodenständiger Typ, der „klar im Kopf ist”.

Talentiert, bodenständig, klar im Kopf: Attribute, die auch für Manuel Neuer, 25, Verwendung finden. Der ist mittlerweile Deutschlands Nr.1, steht mit Schalke 04 wahrscheinlich am Mittwochabend im Halbfinale der Champions League und dürfte in der kommenden Saison bei den Münchener Bayern der Abwehr wieder Halt geben.

Vergleiche zwischen Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer verbieten sich deshalb. Eigentlich, denn nicht nur die frappierende Ähnlichkeit mit Deutschlands bestem Torwart sticht hervor. Auch auf dem Platz erinnert ter Stegen, 85 Kilogramm schwer und 1,89 Meter groß (Neuer: 80 kg/1,93 m), an den Nationaltorwart. Seine Präsenz auf dem Platz ist für einen 18-Jährigen erstaunlich, er strahlt Sicherheit aus, redet viel mit den Vorderleuten, dirigiert sie lautstark. Und er versucht das Spiel schnell zu machen, bei seinen Einsätzen in der Regionalliga leitete er zahlreiche viel versprechende Konter mit schnell ausgeführten, präzisen Abschlägen ein.

Die Regionalliga ist Vergangenheit für den Rechtsfuß, mit seinem Bundesliga-Debüt am Sonntag beim glorreichen 5:1-Triumph über den 1. FC Köln ist der U17-Europameister von 2009 in der Bundesliga angekommen. Was niemanden wirklich überrascht. Denn für ter Stegen, der in der Jugend alle Nationalteams durchlaufen hat, war in der Zukunftsplanung der Borussia ohne Wenn und Aber die Nr. 1 reserviert.

Diesen Status dürfte er nach nur einem Einsatz schon ziemlich fest untermauert haben, ein Beleg, wie groß die Not bei der Borussia auf dieser Position ist. Oder war? Auch wenn die Ähnlichkeiten mit dem Schalker auffallend sind, der Gladbacher „Lightversion” von Neuer tut niemand einen Gefallen, wenn er gleich in den Fußballer-Himmel gehoben wird. Frag nach bei Thomas Kraft in München.....

Doch die mediale Aufmerksamkeit ist nun einmal da, und ter Stegens kurzer Auftritt gegenüber der Presse nach dem Training bestätigte die allgemeine Einschätzung. Er dankte freundlich für das ihm allseits entgegengebrachte Vertrauen, er habe gut geschlafen, und die Humba wollte er eigentlich gar nicht machen. „Aber die Fans wollten es unbedingt.” Eine Szene musste natürlich noch besprochen werden, als er gegen Kölns Milivoje Novakovic beim Dribbling fast gestrauchelt wäre. „Ja, da habe ich eine Erfahrung gemacht, die ich als Lerneffekt mitnehme”, sagte ter Stegen, „ich denke und hoffe, so etwas passiert nicht mehr.” Den Satz hätte auch Neuer sagen können...
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