Borussia muss gewinnen: Auch für Eberls Super-Transfer

Von: Bernd Schneiders
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Im Visier von Borussia: Speed-
Im Visier von Borussia: Speed-Stürmer David Wayne Hoilett. Foto: imago/Colorsport

Mönchengladbach. Letztes Heimspiel der Saison, Abschied von Marco Reus, Roman Neustädter und Dante - Borussia Mönchengladbachs Match gegen den FC Augsburg ist ein besonderes Spiel.

Auch weil Jos Luhukay, der Trainer des Aufsteigers, einst Borussia zurück in die Erste Liga gebracht hat, und anschließend keine echte, zumindest nicht lange die Chance erhalten hat zu beweisen, dass er auch ein guter Erstliga-Trainer ist. Das muss der Niederländer inzwischen nicht mehr beweisen, auch wenn Augsburg zur Rettung noch ein, zwei Punkte fehlen.

Das 0:1 im Hinspiel war eine von nur acht Niederlagen des Tabellenvierten. Doch all diese Hintergründe wiegen das, worum es heute ab 15.30 Uhr wirklich geht, nicht auf: den direkten Einzug in die Champions League oder die hohe Hürde der Qualifikation. Der Mehrwert der Königsklasse würde Sportdirektor Max Eberl in die Lage versetzen, auch hochkarätige Transfers direkt umzusetzen.

Stürmer Luuk De Jong (21) von Twente Enschede, dessen Marktwert als holländischer Nationalstürmer mittlerweile im zweistelligen Bereich liegt, wäre keine Illusion mehr - trotz starker und potenter Konkurrenz aus England. Sollte es im Duell mit dem Tabellendritten Schalke 04 „nur” zur Qualifikation, aber immerhin der gesicherten Teilnahme an der Europa League reichen, bleibt aber auf jeden Fall der gleichaltrige David Wayne Hoilett von den Blackburn Rovers eine realistische Chance. Der Vertrag des blitzschnellen Stürmers, einst als 18-Jähriger an St. Pauli und den VfL Osnabrück ausgeliehen, läuft aus und eine Ablösesumme wäre nur dann fällig, wenn er innerhalb von England wechseln würde.

„Ich konzentriere mich nur auf Augsburg”, ist die standardisierte Antwort von Lucien Favre zu allen Fragen, die über das heutige Spiel hinausgehen. Der Tunnelblick des Schweizer Trainers beginnt bereits Tage vor dem Anstoß. Immerhin ringt er sich eine kurze Anerkennung seines Kollegen ab. „Er leistet richtig gute Arbeit.” Vor der er turnusmäßig warnt. „Augsburg ist sehr engagiert, sehr aggressiv.” Und fast wie ein Entsetzensschrei klingt die Aussage: „Die spielen oft Mann gegen Mann.”

Immerhin stehen Favre für die schier unlösbare Aufgabe wieder Roman Neustädter auf der Sechser-Position zur Verfügung, Aushelfer Tony Jantschke darf nach hinten rechts zurückkehren. Martin Stranzl ist gelbgesperrt und ohnehin für die Position des Außenverteidigers kaum geeignet.
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