Ruhpolding - Borussia gehen die Stürmer aus

Borussia gehen die Stürmer aus

Von: bas/zva
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Schmerzverzerrtes Gesicht: Raul Bobadilla wird vom Platz geführt. Foto: Olaf Kozany

Ruhpolding. Testspiele sind ein zweischneidiges Schwert. Die Spieler sind körperlich noch nicht auf Wettkampfniveau, wollen und müssen sich aber zeigen und auf sich aufmerksam machen. Michael Frontzeck, 46, Trainer von Borussia Mönchengladbach und mit einem frisch verlängerten Arbeitspapier bis 30. Juni 2013 ausgestattet, verlangt von seinen Spielern ebenfalls Einsatz, aber auch, „dass sie in solchen Spielen auf den Beinen bleiben”.

Der 46-Jährige will von seinen Mannen keine wilden Attacken sehen und war umso erboster, dass es beim einzigen Testspiel im Rahmen des Trainingslagers in Österreich gegen West Ham United so heftig zur Sache ging.

„In einem Ligaspiel hätte es drei Rote Karten für die Engländer gegeben”, ereiferte sich Frontzeck. Besonders wütend machte den Trainer eine Aktion fünf Minuten vor der Halbzeit, als Raúl Bobadilla an der Außenlinie böse abgegrätscht wurde.

Der Argentinier zog sich einen Außenbandriss im linken Knöchel zu und wird, so die Befürchtung von Frontzeck, „für drei bis vier Wochen ausfallen”. Ein Rückschlag für die Gladbacher, zumal mit Neuzugang Igor de Camargo eine fest eingeplante Stammkraft im Sturm ebenfalls noch länger verletzungsbedingt fehlen wird.

In der Partie in Ruhpolding gegen die rustikalen Inselkicker hatte die Borussia über weite Strecken die Spielkontrolle, biss sich am soliden Abwehrverbund der Londoner jedoch die Zähne aus. Carlton Cole per Kopf (33.) und Benni McCarthy (47.) erzielten die Tore.

Wichtiger als das Spiel war die Vertragsverlängerung mit dem Trainer. Man wolle den eingeschlagenen Weg fortsetzen, verkündete Sportdirektor Max Eberl.

Frontzeck, dessen Assistenten Frank Geideck und Manfred Stefes sowie Torwarttrainer Uwe Kamps ebenfalls bis 2013 bleiben, sagte: „Bei Borussia ist eine Entwicklung eingetreten, bei der ich das Gefühl habe, dass der komplette Verein, vom Präsidium, über die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle bis zu den Fans, an einem Strang zieht und unsere Arbeit und die der Spieler unterstützt.”
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