„Bei uns erhalten 40 Prozent der Fans reduzierte Karten”

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Kraemer
Alemannias Geschäftsführer Frithjof Kraemer.

Aachen. Beim Jubiläumsspiel gegen Duisburg am Sonntag war der Tivoli endlich wieder fast ausverkauft. Dass die Ränge voll waren, lag wohl auch an den günstigen Eintrittspreisen.

Ob über eine dauerhafte Senkung der Preise nachgedacht wird? Unser Redakteur Christoph Pauli hat bei Alemannias Geschäftsführer Frithjof Kraemer nachgefragt.

War dieses Spiel gegen Duisburg mit zehntausenden Zuschauern nicht der ultimative Hinweis dafür, dass man mit einer Preissenkung das Stadion prächtig füllen kann?

Kraemer: Die Debatte, was der richtige Eintrittspreis ist, gehört auch zu unserem Alltag. Wir hatten gegen Duisburg ein prall gefülltes Stadion, wären ausverkauft gewesen, wenn das Gästekontingent abgegriffen worden wäre. Aber letztlich war es ein Sonderspiel, ein besonderer Rahmen für eine besondere Aktion: Nämlich, die Eintrittspreise von damals aufzurufen.

Ein Jubiläum steht vorerst nicht mehr an, aber macht betriebswirtschaftlich eine signifikante Senkung der Preise nicht Sinn?

Kraemer: Da sind wir beim schönen Thema Preiselastizität. Wer sagt uns, dass man bei einer Preissenkung von einem Euro, den Verlust über entsprechende Mengen an verkauften Tickets ausgleichen kann? Niemand. Und genau diesen Nachweis müssten wir erbringen. Wir sind aber durchaus fanfreundlich: Im S-Block stand man 2004 für 11,50 Euro, heute ist es nur ein Euro mehr. Und der beliebte Vergleich mit den Tarifen in Köln und Mönchengladbach hinkt: Dort gibt es nur kleine Kontingente von verbilligten Tickets. Bei uns kommen 40 Prozent der Leute mit reduzierten Karten ins Stadion. Wir versuchen permanent etwas für unsere Fans zu machen. In der letzten Saison hat es alleine acht Ticketaktionen gegeben, die immer mit Rabatten einhergehen. Und nach dem Jubiläumsspiel wird es auch in diesem Jahr noch eine Aktion geben.

31.180 Zuschauer sind verbilligt ins Stadion gelangt. Wie vielen regulären Tickets würde der Umsatz vom Sonntag entsprechen?

Kraemer: Wenn wir die zusätzlichen Einnahmen durch Catering und Merchandising berücksichtigen, dann entspricht die Kulisse von Sonntag einer Zahl von 21.500 Vollzahlern.

Wieviel eingeplante TV-Gelder hat der Verein schon in dieser Saison verloren?

Kraemer: Die zweite Pokalrunde war nicht budgetiert, in der Meisterschaft sind es aktuell rund 300.000 Euro.
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