Köln - Bayern-Treffer stören Poldis Party kaum

Bayern-Treffer stören Poldis Party kaum

Von: Günter Kirschbaum
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Elegante Ballannahme: Lukas Podolski in Aktion gegen Bayern Münchens Philipp Lahm. Foto: dpa

Köln. Es war ein Spiel der Emotionen und der letzte Test für den 1. FC Köln vor dem ersten Pflichtspiel am kommenden Samstag im DFB-Pokal bei den Amateuren von Kickers Emden. Das Ablösespiel von Lukas Podolski und gleichzeitig die Abschiedspartie für Matthias Scherz. 48.500 Zuschauer waren gekommen und feierten eine große Party im RheinEnergieStadion gegen Bayern München. Da störte die 0:2 (0:1)-Niederlage des FC in diesem Test auf phasenweise sehr ordentlichen Niveau kaum.

Erstmals seit 1168 Tagen trug Prinz Poldi am Freitagabend wieder das Kölner Trikot mit der 10.

Nach drei Jahren an der Isar hat seine Rückkehr in der Domstadt eine Welle der Euphorie verursacht, die auch am Freitag allerorten zu spüren war. Die rund zwei Millionen Euro, die diese Partie in die Vereinskasse spülte, trugen dazu bei, dass die zehn Millionen, die Köln für Podolski nach München überweisen musste, fast schon refinanziert sind.

Sportlich gesehen war es eine echte Standortbestimmung. „Nach zehn harten Tagen im Trainingslager gegen die beste Mannschaft Deutschlands zu spielen, ist schon ein Knaller”, hatte Podolski vor dem Anpfiff kundgetan.

Auch Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger hatte die Ernsthaftigkeit unterstrichen, mit der Vizemeister anzutreten gedachte: „Je näher die Bundesliga kommt, desto interessanter werden die Tests.”

Kölns Trainer Zvonimir Soldo verzichtete noch auf seine Neuen, Maniche und Christopher Schorch. Zudem befindet sich Milivoje Novakovic erst seit Freitag wieder im Mannschaftstraining. Bayern-Coach Louis van Gaal hatte Luca Toni und Ribéry nicht mitgebracht.

Der Spaßfaktor der Partie war bald vorbei. Scherz musste ­ wie verabredet ­nach elf Minuten seinen Platz für Freis räumen, kassierte den Applaus von den Rängen und hatte seinen letzten Profi-Einsatz absolviert.

Die Bayern gaben Gas und brachten die FC-Abwehr schnell in Verlegenheit. In der 19. Minute hatte der neue Gala-Sturm seinen ersten großen Auftritt. Miro Klose passte auf den 33-Millionen-Mann Mario Gomez, und es hieß 0:1.

Die Bayern blieben am Drücker, beim FC lief anfangs im Mittelfeld nicht viel zusammen. Da ruhen die Hoffnungen auf Maniche. Zudem steht eine weitere Verpflichtung für den Kreativbereich dicht vor dem Abschluss.

Cristian Tamase, 22-jähriger offensiver Mittelfeldspieler, soll bereits am Sonntag präsentiert werden. Der Mann aus Arges hat bisher vier Mal im rumänischen Nationalteam gestanden. Mit dem Regen fanden die Gastgeber in Müngersdorf plötzlich den Faden.

Da griffen die Rädchen in Soldos Formation. Der Spielaufbau klappte zunehmend besser, die Defensive wirkte kompakter - der FC ist spürbar auf dem Weg, eine Mannschaft zu werden. Dafür gab es stellenweise Szenenapplaus. Daran änderte auch Bastain Schweinsteigers 2:0 (73.) nichts.

Köln: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Womé - Chihi, Boateng, Petit (79. Matip), Sanou (82. Ehret) - Scherz (12. Freis), Podolski München: Butt (46. Rensing) - Lahm (46. Lell), van Buyten (46. Demichelis), Badstuber (46. Breno), Braafheid (46. Ottl) - Altintop (46. Baumjohann), van Bommel (46. Tymoshchuk), Müller, Pranjic - Klose (46. Sosa), Gomez (70. Schweinsteiger)
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