Aachen - Auf der Fahndung nach einer kugelsicheren Abwehr

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Auf der Fahndung nach einer kugelsicheren Abwehr

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
olajengbesi
Innenverteidiger Seyi Olajengbesi beim Pokalspiel gegen den Karlsruher SC im körpernahen Einsatz.

Aachen. Die Klage ist nicht neu. Alemannias Abwehr war schon im letzten Jahr nicht sehr kugelsicher. 60 Gegentore in einer Saison sind mindestens 60 Hinweise darauf, wie anfällig Aachens Defensive war.

In der Minipause wiederholte Trainer Peter Hyballa mit schöner Regelmäßigkeit seine Forderung: „Ein überdurchschnittlich guter Abwehrspieler würde uns weiterhelfen.” Die ersten Turnierwochen mit dem unfeinen „Höhepunkt” in Karlsruhe bestätigten den Trainer auf unliebsame Art.

In der abgehefteten Spielzeit wurde so manche Sünde der Defensivabteilung noch durch ein häufig sehr ansehnliches Offensivspiel kaschiert. Aber seitdem im Sturm fast durchgängig Flaute herrscht, wirken die Patzer noch schmerzhafter. Und so platzierte der Coach Anfang der Woche seinen Wunsch erneut beim Sportdirektor. Bei Erik Meijer biss Hyballa auf Granit. Für den Niederländer ist der Kader bereits ausgebucht, er sieht keine Kapazitäten. „Ich muss das akzeptieren”, meint Hyballa. „Es bleibt meine Aufgabe, unsere Spieler besser zu machen.”

Bis Ende des Monats, wenn sich das berühmte Transferfenster wieder quietschend schließt, bleibt nur die Hoffnung, dass sich noch eine Hintertür am Tivoli öffnet. Gelingt es Meijer, den üppig ausgestatteten Vertrag mit dem aussortierten Aimen Demai aufzulösen, hätte der Klub noch einmal ein bisschen finanzielle Bewegungsfreiheit.

Ein Weggang zeichnet sich noch nicht ab, Hyballa bleiben die Bordmittel. Mario Erb wird vorerst als rechter Verteidiger gebraucht. „Von Tobias Feisthammel und Seyi Olajengbesi muss jetzt mal mehr kommen”, sagt er über seine Innenverteidiger, die zuletzt zuständig waren für Momente von russischem Roulette. Der „alte” Haudegen Thomas Stehle steht als Ersatzmann bereit.

Am Freitag trifft Hyballa einen wieder, um den Alemannia vergeblich heftig buhlte: Beim FC St. Pauli ist Lasse Sobiech gefeierter Abwehrchef.
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