Anderson kommt, Harnik nicht

Von: Bernd Schneiders
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Benny Auer (l.) im Zweikampf mit Anderson.

Mönchengladbach. Nicht zufällig kann Borussia Mönchengladbach vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart den ersten ambitionierten Transfer verkünden: Der Ligaverbleib ist seit dem jüngsten Erfolg über den HSV so gut wie gesichert.

Und so lockte Sportdirektor Max Eberl mit Bamba Anderson einen, wenn nicht den, besten Innenverteidiger der Zweiten Liga in den Borussia-Park (Vierjahresvertrag). Der Brasilianer kommt vom Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, der den Brasilianer von Bayer Leverkusen bis Saisonende ausgeliehen hat. Von der spekulierten Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro profitiert auch Bayer, den Hauptanteil aber streicht der brasilianische Klub Tombense FC ein.

Den 22-jährigen Anderson hat Borussia rund „25 Mal” angeschaut. Zwangsläufig damit auch dessen Noch-Mannschaftskollegen Martin Harnik. Der österreichische Stürmer, von Werder Bremen ausgeliehen, hat eine festgeschriebene Ablösesumme von 300.000 Euro. Die aber Gladbach nicht lockt. „Wir werden ihn nicht verpflichten. Wir haben nie ihn speziell gesichtet. Das hat man uns immer nur unterstellt”, sagt Max Eberl.

Das Profil des Wunsch-Stürmers steht und dürfte vor allem mit einer höheren Tor-Garantie für die Liga 1 verbunden sein. Wenn das Nichtverlängern mit Roberto Colautti Sinn machen soll, dann nur, wenn man sich mit dem neuen Stürmer verbessert. Schließlich hat auch der Israeli seine Qualitäten: „Ein Tor weniger als Mladen Petric”, sagt Eberl süffisant. Der HSV-Profi erzielte bisher sechs.

Michael Frontzeck freut sich über den „noch entwicklungsfähigen” Anderson. Ansonsten ist Gladbachs Trainer nach wie vor fokussiert auf die Alltagsarbeit. Und die dürfte am Samstag beim VfB Stuttgart rechts anspruchsvoll sein. „Es ist das beste Rückrundenteam”, ordnet Frontzeck ein. Experimente sind trotz stabiler Tabellenposition nicht angesagt: „Wir spielen dort nichts, was die Welt noch nicht gesehen hat.” Frontzeck wäre ein Remake des Erfolgs gegen den HSV am liebsten. Das Rezept ist identisch: „Bei dieser Art von Gegnern müssen wir an unsere Grenzen gehen.” Auch Michael Bradley und Tobias Levels stehen ihm diesmal als Grenzgänger zur Verfügung.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Levels, Brouwers, Dante, Daems - Marx, Meeuwis - Reus, Arango - Friend, Matmour
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