Alemannia: Glücklicher Punktgewinn beim KSC

Von: Christoph Pauli
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Der Karlsruher SC wartet in der 3. Fußball-Liga weiter auf seinen ersten Saisonsieg. Im Duell der Zweitliga-Absteiger kam der KSC am 6. Spieltag trotz Heimvorteils gegen Alemannia Aachen nicht über ein 0:0 hinaus. Foto: ges-sportfoto

Karlsruhe. Als das Projekt dann endlich geklappt hatte, fiel die Freude eher dezent aus. Alemannia übersteht zum ersten Male in der 3. Liga ein Spiel ohne Gegentreffer. Aber dieses 0:0 in Karlsruhe fiel enorm glücklich aus.

Der Punktgewinn war nicht das Ergebnis einer enorm verbesserten Defensiv-Arbeit, vielmehr das Resultat von enorm schludrigen Karlsruhern, die ein halbes Dutzend bester Chancen achtlos ignorierten.

„Vielen Dank an die Gastgeber, dass Sie uns keinen reingehauen haben. Wir haben mit einer grottenschlechten Leistung einen Punkt geholt”, sagt ein angefressener Ralf Aussem. Der Dank ging zudem an den eigenen Keeper, denn Tim Krumpen war auch diesmal der beste Aachener.

Der Trainer hatte erwartungsgemäß wieder das Pokal-Team aufgestellt. Das bekam nicht mit, dass viele der mitgereisten Fans in den ersten zehn Minuten die Unterstützung verweigerten. Die Mannschaft knüpfte nahtlos an die schwachen letzten Halbzeiten in der 3. Liga an. Zweikämpfe waren Mangelware, die Bälle wurden planlos nach vorne gedroschen als gäbe es da einen zusätzlichen Wettbewerb. Die Bälle kamen postwendend zurück. Für den Spielaufbau wurde das Programm „lang und weit” gewählt.

„Wenn man nicht aufs Tor schießt, kann man keinen Treffer erzielen”, ärgerte sich Aussem. Seine Mannschaft ist nicht gut in Fahrt, bei penibler Betrachtung hat sie gerade ziemlich ausbaufähige Halbzeiten in Folge gezeigt. Alemannias einzige (Halb-)Chance sahen 11.436 Zuschauer im Wildparkstadion nach 83 Minuten, als ein Kopfball-Wischer von Freddy Borg über das Tor flog. So viel Ungerechtigkeit ließ das Drehbuch dann doch nicht zu. Aachen zog sich weiter als zuletzt zurück, wollte kompakt und stabil stehen. Das gelang nur im Ansatz.

Nach 15 ereignislosen Minuten fand der KSC immer größere Löcher im Abwehrnetz. Mauersberger köpfte knapp übers Tor (15.). Nur Sekunden später eilt Koen van der Biezen alleine aufs Tor, als eine zarte Abseitsfalle missriet. Der erneut starke Mario Erb fing den Niederländer noch ein. Der Aachener Widerstand nahm schon ab.

Krebs wurde auf die Reise geschickt, Tim Krumpen zögerte, raus oder nicht, da war der kleine Spielmacher schon vorbeigesaust. Das Tor stand himmelweit offen, doch Krebs entschied sich für einen absurden Querpass, den Krumpen mit Hilfe von Olajengbesi noch einfing (21.). Das war noch nicht die größte Szene des Keepers, der kurz darauf einen Kopfball aus nächster Nähe von Mauersberger brillant abwehrte. Ruhende Bälle wollten die Aachener vermeiden, so der Plan. Schon bis zum Wechsel waren acht Eckbälle in den Strafraum gesegelt, und die Sirene gegen die baumlangen Karlsruher ging gar nicht mehr aus. Daueralarm.


Der Tabellen-18. hatte eine Überdosis Pech, den nächsten Kopfball von Mauertsberger rettete Kefkir auf der Linie. Nach dem Wechsel mussten auch die Gastgeber ihr Tempo drosseln. Für ein paar Möglichkeiten reichte es doch noch. „Aber heute war ein Tag, an dem wir uns einfach nicht belohnten”, ärgerte sich KSC-Coach Markus Kauczinski.


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