Aachen - Alemannia behält die Satzung

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Alemannia behält die Satzung

Von: pa
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Mitglieder debattieren auf der Jahreshauptversammlung der Alemannia im Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Bis Mitternacht hatte Alemannia den Eurogress für die Jahreshauptversammlung Donnerstagabend gemietet. Der Zeitplan wurde nicht eingehalten. Der Austausch war lang, intensiv und zeitweise turbulent.

Die Nachricht des Abends: Alemannia behält seine Satzung. Der Antrag für eine Änderung wurde mit etwa 60 Prozent abgelehnt, für den neuen Entwurf wäre eine Zweidrittel-Zustimmung nötig gewesen.

Zuvor hatten die Parteien abschließend für ihre Positionen geworben. Hans-Werner Fröhlich, Sprachrohr der Satzungskommission, forderte, die Versammlung sollte wieder „eine echte Auswahl-Möglichkeit” bekommen. „Verzichtet auf die Filterfunktion der Gremien.” Für den Vorstand machte Dr. Christoph Terbrack die Gegenposition auf. Der Jurist bemängelte nicht nur handwerkliche Fehler des Entwurfs. „Für eine Reihe von Ämtern gibt es keine Wahlkriterien, es würde niemand mehr überprüfen, ob Kandidaten wirklich geeignet sind.” So könnten Kandidaten über Zufallsmehrheiten Verantwortung in einem Wirtschaftsunternehmen bekommen. Terbrack: „Wenn wir die Satzung verändern wollen, müssen wir das systematisch und fachlich korrekt machen.” Zwischenzeitlich zeichnete sich ein Kompromiss ab, die Argumente machten Eindruck, Fröhlich wollte den Antrag vertagen, ein gemeinsames Gremium sollte einen neuen Vorschlag erarbeiten. Aus formalen Gründen kam die Idee zwar nicht zur Abstimmung, Gespräche der Parteien wurden dennoch verabredet.

Einen Abstecher in sein Reich der Zahlen machte Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Die ausgegliederte GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein Betriebsergebnis von 1,06 Millionen Euro. Nach dem Abzug von Steuern und Zinsen endete das Jahr mit einem Fehlbetrag von 30.000 Euro (2009: plus 468000 Euro). Das Ergebnis wurde durch eine Steuernachzahlung für den Verein aus den Jahren 2002 bis 2004 in Höhe von 259000 Euro belastet. Die Erträge der Gesellschaft stiegen dagegen von 23,2 (2009) auf 25,6 Millionen Euro. „Das Eigenkapital beläuft sich auf 1,578 Millionen Euro”, bilanzierte Kraemer. Alemannia ist einer von sechs Klubs in Liga 2 mit einem positiven Eigenkapital. Zudem verkündete Kraemer, dass der Vertrag mit dem Hauptsponsor Aachen Münchner (AM) verlängert wurde.
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