Aachen - Alemannia Aachen bekommt Streit im neuen Jahr

Alemannia Aachen bekommt Streit im neuen Jahr

Von: pa
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albert streit
Alemannias prominentester Neuzugang: Albert Streit. Der Mittelfeldspieler stellte sich am Dienstagabend bei „Time 2 Talk” den Fragen der Fans.

Aachen. Der Spieler hat sich ein Schweigegelübde auferlegt. Albert Streit fühlt sich so oft missverstanden, dass er vorerst nur durch den Pressesprecher von Alemannia Aachen redet. Das klingt dann so: „Ich freue mich und kann kaum erwarten, dass es wieder losgeht.”

Das ist zumindest gut nachvollziehbar, denn in den letzten vier Jahren war Streit in einer sportlichen Sackgasse nach 200 Profispielen in den ersten beiden Ligen gelandet.

Ausgemustert von verschiedenen Schalker Trainern, abgeschoben zu den Amateuren. Vermutlich gibt es auch von dieser Geschichte eine andere Version des beteiligten Spielers, die Streit dann eines Tages erzählen wird.

Bisher hat er sich mit seinen Eskapaden einen eher schlechten Ruf in den letzten Jahren aufgebaut, wurde nicht selten seinem Namen durchaus gerecht. Nun geht es wieder los für den 31-Jährigen - und zwar bei Alemannia. Der Mittelfeldspieler unterschrieb am Donnerstag erwartungsgemäß einen Vertrag bis zum Saisonende.

„Er wird uns mit seiner Kreativität, seiner Dribbelstärke und seinen gefährlichen Standards dabei helfen, in der Rückrunde noch torgefährlicher zu werden”, sagt sein neuer Trainer Friedhelm Funkel über seinen Wunsch-Spieler, mit dem er zu Frankfurter Zeiten kaum Probleme hatte.

„Faire Verhandlungen”

Nun bleibt die Frage, wie sich ein Verein in ausgemachten Geldnöten den nächsten Spieler leisten kann? „Albert will noch einmal seine Klasse unter Beweis stellen”, sagt Manager Erik Meijer. „Wenn sich alle Spieler bei den Verhandlungen so fair verhalten würden, wäre mein Job um einiges leichter.”

Unverändert will sich Meijer durch Auflösungsverträge Luft im Etat verschaffen. Sein Geschäftsführerkollege Frithjof Kraemer verhandelt gerade mit der Deutschen Fußball Liga, wegen einer aufgelaufenen Etat-Unterdeckung von 800.000 Euro. Durch die Tilgungsaussetzung der kreditgebenden Banken kann der Klub jetzt auch das Streit-Salär darstellen, so Krämer.

Streit ist schon ein bisschen herumgekommen in der Branche, war für Eintracht Frankfurt, den VfL Wolfsburg, den 1. FC Köln, den Hamburger SV und Schalke 04 am Ball. Dort wurde sein Vertrag vor ein paar Wochen und einigen Terminen beim Arbeitsgericht schließlich einvernehmlich aufgelöst.

Alemannias Neuzugang will im neuen Jahr beweisen, dass er sein Geld wert und besser ist als sein Ruf. 2012 will er auch das selbst auferlegte Schweigegelübde brechen, richtet er aus.
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