Zum Frühstück wird auch die Forderung nach mehr Fläche serviert

Von: Wolfgang Schumacher
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Im zweiten Jahr viel entspannt
Im zweiten Jahr viel entspannter: ALRV-Präsident Carl Meulenbergh (Mitte) beim „Soerser Brunch” im Gespräch mit Chefredakteur Bernd Mathieu und Andreas Müller, Geschäftsführer des Zeitungsverlages Aachen (v.l.) Foto: Harald Krömer

Aachen. Als kurz nach 14 Uhr am Samstag der Schweizer Toni Stofer als erster Starter der Marathonfahrt der Kutschen in das Hindernis 3 einfuhr, da war die mittägliche Hitze vergessen. Zahlreiche Gäste beim „Soerser Brunch”, veranstaltet von „Aachener Zeitung” und „Aachener Nachrichten” im Schützenheim am Soerser Weg, hatten sich Plätze in der ersten Reihe ganz dicht vor dem Hindernis mit den aufragenden Mikadostäben gesichert.

Sie sahen dort aufregenden Fahrsport, bei dem sich der Vorjahressieger Michael Brauchle in diesem Jahr „nur” den zweiten Platz hinter Boyd Exell erkämpfte. Zuvor hatten bereits ab 9 Uhr die Vielseitigkeitsreiter ihre Route dicht am Schützenheim vorbei genommen. Viele der Frühstücker hatten es sich ab 9 Uhr im angenehmen Ambiente gemütlich gemacht.

Der schon traditionelle Brunch für Prominente, Freunde und Kunden des Zeitungsverlages Aachen bietet beispielsweise sachkundige Führungen morgens zur Strecke der Vielseitigkeitsreiter und selbstredend zu den Hindernissen des Kutschenmarathons. Eine ihrer spektakulärsten Durchfahrten liegt nur etwa 50 Meter vom Brunch-Areal entfernt: das Pallen-Hindernis mit der für Pferde, Fahrer und Zuschauer gleichermaßen aufregenden Wasserdurchfahrt. Wenn im Glitzer der Sonne die Gischt des Wassers in alle Richtungen spritzt, ist das ein einmaliges Erlebnis für die große Fan-Schar des Gespannfahrens in Aachen.

Neben sportlicher Spannung gibt es beim Brunch Analysen und Ausblicke von den Verantwortlichen des Weltklasseturniers. So begrüßte Chefredakteur Bernd Mathieu den ALRV-Präsidenten Carl Meulenbergh (siehe Interview im Sportteil). Was sind seine Eindrücke im zweiten Jahr seiner Präsidentschaft? Der ehemalige Landrat versicherte, im zweiten Jahr sei er „sehr viel entspannter” über das Gelände gegangen. Doch da gebe es nichts: Die Verantwortung für das Turnier bewirke einen wesentlich anderen Blick auf die Dinge „als das zu meiner Zeit als Gast und Landrat der Fall war”, sagte Meulenbergh.

Die Ausrichtung des CHIO mit seinem 10,5-Millionen-Euro-Etat und Preisgeldern von 1,83 Millionen Euro gehe nicht in die Richtung „immer mehr, immer größer”. Man arbeite auch in Hinblick auf die Reit-Europameisterschaften 2015 in der Soers vor allem an „vielen, kleinen Details”, sagte der Präsident. Gerade angesichts der Europameisterschaft stellt sich akut die Frage nach einer Erweiterung des Turniergeländes.

Vermarkter Michael Mronz von der Aachener Reitturnier GmbH (ART) wurde beim Thema deutlicher als Meulenbergh. Sicher habe Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp freundliche Zusagen gemacht. Das reiche aber nicht. „Wir wollen ja keine neue und größere Terrasse für Frank Kemperman”, meinte Mronz sarkastisch. Der CHIO müsse regelmäßig bei der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) Sondernutzungen für die Unterbringung der Pferde beantragen, weil Transporter teils direkt neben den Boxen stünden. „Das machen die nicht gerne”, ließ Mronz durchblicken. Die FEI genehmige das nur ausnahmsweise, weil es sich um das weltbeste Reitturnier handele.

Für die EM 2015 müsse es dringend Lösungen geben, formulierte Mronz deutlich.
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