Aachen - Wolfgang Mainz: „Der Imagefaktor ist immens”

Wolfgang Mainz: „Der Imagefaktor ist immens”

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Freut sich über noch mehr Qualität beim Turnier: Wolfgang Mainz, Aufsichtsrat-Mitglied beim ALRV. Foto: Jaspers

Aachen. Neun Tage CHIO 2010 sind jetzt Vergangenheit, der Abschied steht am heutigen Sonntag an. Wolfgang Mainz, Aufsichtsratsmitglied des Aachen-Laurensberger Rennvereins, zog im Gespräch mit Roman Sobierajski ein Fazit des Turniers.

Herr Mainz, wie sieht ihre Bilanz aus am heutigen Finaltag des CHIO 2010, nachdem ein Großteil der sportlichen Wettbewerbe beendet ist?

Mainz: Die Blianz ist auf jeden Fall sehr positiv. Die Qualität des Turniers hat im Vergleich zu den Vorjahren noch weiter zugelegt, zudem wurde auch die Infrastruktur verbessert.

Inwiefern?

Mainz: Dabei geht es um viele Kleinigkeiten. So wurden etwa Wege für die Zuschauer gepflastert, vieles ist bequemer und leichter erreichbar geworden. Der ganz große Wurf, wie etwa die Erweiterung der Tribünen, war bei den Ausbauten allerdings nicht dabei.

Ist der große Wurf denn noch zu erwarten?

Mainz: Mit Sicherheit wird es zukünftig noch ein größeres Projekt geben. Konkretes ist momentan allerdings noch nicht in der Planung.

Wie sehen Sie den abgelaufenen gestrigen Turniersamstag?

Mainz: Ehrlich gesagt: Es gibt keinen besseren Tag für echte Kenner des Pferdesports und für interessierte Besucher zugleich. Gleich vier verschiedene Reitsport-Disziplinen präsentieren sich von morgens bis abends auf höchstem Niveau

Wie beurteilen Sie das sportliche Abschneiden der deutschen Starter?

Mainz: Deutschland hat immerhin den Nationenpreis im Eventing gewonnen. Mittlerweile gibt es viel Wettbewerb unter den teilnehmenden Nationen. Das macht das Turnier spannend. In der Dressur war das früher sicher anders, da war die deutsche Equipe immer eine Bank. Aber sieht man heutzutage den von den Zuschauern und auch vielen Aktiven bestaunten Dressur-Auftritt von Totilas unter Edward Gal, die außergewöhnlichen Sport geboten haben, ist es doch schön, dass man auch Startern aus anderen Nationen die Daumen drücken kann.

Der wirtschaftliche Wert des CHIO lässt sich nicht exakt ermitteln. Was wiegt für Sie mehr, der wirtschaftliche Stellenwert oder der Imagegewinn, den die Stadt und die Region aus dem Reitturnier in der Soers ziehen?

Mainz: Beides ist sicherlich gleich wichtig, auch wenn sich die Wertschöpfung durch Hotel-Übernachtungen und Einkäufe durch die Turnierbesucher nicht bis auf den letzten Euro errechnen lässt. Unser Etat liegt bei 10,3 Millionen Euro, die daraus folgende Wirtschaftskraft ist sicherlich um ein Vielfaches höher. Für die Stadt Aachen und das Umland ist zugleich der Imagefaktor durch den CHIO immens, um auch in der Außenansicht weltweit positiv wahrgenommen zu werden. Darum ist es meiner Meinung nach auch wichtig, uns in unseren Aktivitäten zu unterstützen.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, etwas umgehend Wirklichkeit werden zu lassen, was würde das sein?<

Mainz: Ich würde mir wünschen, dass wir die Geländestrecke in ihrem natürlichen Bereich noch intensiver pflegen würden.
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