Weinmayrs Konstanz wird belohnt

Von: wp
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Volle Fahrt voraus: Aber für den Spanier Enrique Puga Solana lief es beim Marathon nicht sonderlich gut - er wurde nur 23. Foto: von Fisenne

Aachen. Welch ein Marathon, welch ein Wetter, welch eine Spannung! Gegen Ende geriet der Wohnwelt Pallen Marathon fast zum Krimi. Die Favoriten Ijsbrand Chardon (Niederlande) und Boyd Exell (Australien), als 17. und 18. von insgesamt 24 Gespannen auf den perfekt gesteckten Kurs gegangen, jagten sich ab Hindernis 5 gegenseitig die Bestzeiten ab.

Und am Ende gab es ihn, den lachenden Dritten - Tomas Eriksson. Der Schwede gewann bei brütender Hitze mit seinen Vierbeinern Filur, Monzo, Rachi und Speedy die schwere Geländeprüfung mit 97,38 Punkten.

Und nicht Exell oder Chardon fuhren schließlich auf Rang 2, sondern Ludwig Weinmayr, der Donazetti, Harris Bey, Libero und Red-Run eingespannt hatte. „Der Marathon ist Weinmayrs stärkste Disziplin, insofern bin ich nicht überrascht über das gute Ergebnis” sagte Bundestrainer Ewald Meier, der in Aachen den Zweitplatzierten vom Samstag nicht in die Equipe berufen hatte, mit den Ergebnissen für die Mannschaftswertung aber gleichfalls hochzufrieden war: „Wir sind hinter den Niederlanden, die kaum noch einzuholen sind, auf Platz zwei und haben nun mehr Luft nach unten.” Vor der Geländeprüfung war es weniger als ein Punkt auf die drittplatzierte Schweiz, nun sind es neun Zähler. An dieser Reihenfolge dürfte sich heute nichts mehr ändern.

Was „draufgepackt”

Zwei Minuten hatten die Verantwortlichen auf die eigentlich vorgegebene Zeit wegen der hohen Temperaturen „draufgepackt”. Eine Maßnahme, die sicher auch dazu beitrug, dass Parcourschef Dr. Wolfgang Asendorf nach dem Wettbewerb mitteilen konnte: „Die Veterinäre im Ziel waren sehr zufrieden. Es war toller Sport und alles, was wir uns ausgedacht haben, hat super funktioniert - ein gelungener Marathon.” Auch Asendorf war über Weinmayrs sehr konstante und ausgeglichene Leistung kaum überrascht: „Er ist Geländespezialist, und wenn seine Pferde laufen wie heute, ist er immer für die Plätze eins bis drei gut.” Im letzten Jahr hatte Weimayr Pech, als sich sein Gespann in Hindernis 7 verhakte, am Samstag lief es aber umso besser.

Als vierter Starter auf die Strecke gegangen, purzelten durch Vorjahressieger Michael Brauchle zunächst die Bestzeiten. Er unterbot an sieben der acht Hinternisse die bis dahin stehenden Zeiten seiner „Vorfahrer” locker. Der 19-Jährige musste sich am Ende aber mit Platz neun begnügen, Equipe-Fahrer Christoph Sandmann schloss den Wettbewerb als Fünfter ab. Der dritte Mannschaftsfahrer von Bundestrainer Meier, Christian Plücker wurde 17., Rainer Duen fuhr auf Platz elf, Aachen-Debütant Dirk Gerkens auf Rang 18.

Einmal mehr nutzten tausende Besucher das kostenfreie Angebot, den Marathon in der Soers zu verfolgen. Heiß begehrt bei heißen Temperaturen waren natürlich kalte Getränke und Eis - überall an der Strecke angeboten und vielfach genutzt. Zwischenfälle? Fehlanzeige: Alles ist gut gegangen, wie es hieß.
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