Und täglich bricht der Verkehr zusammen

Von: Stephan Mohne
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Hier muss man eiserne Nerven haben: Im Bereich Prager Ring/Krefelder Straße bricht der Verkehr in dieser CHIO-Woche regelmäßig zusammen - noch heftiger als schon an normalen Tagen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Der Knoten befindet sich an der Grenze seiner Leistungsfähigkeit.” Dieser Satz ist fünf Jahre alt. Wer es heutzutage - und insbesondere in dieser CHIO-Woche - wagt, besagten Knoten Prager Ring / Krefelder Straße / Eulersweg zu befahren, muss viel Geduld, Zeit und eine gute Klimaanlage mitbringen.

Insbesondere auf dem Prager Ring bricht der Verkehr zeitweise zusammen, Staus reichen bis zu den Gasballons zurück. Das Problem, das schon an normalen Tagen schlimm genug ist, wächst sich während des CHIO zum Chaos aus. Zum „Normalverkehr” kommen auch noch etliche Shuttlebusse. Umbaupläne für die Kreuzung gab es schon 2005, geschehen ist seither - nichts.

Chaotisch wird die Situation besonders durch die Linksabbieger vom Prager Ring in die Krefelder Straße. Die Grünphase ist kurz, im Schnitt kommen vier Autos „rüber”. Wahlweise ein Gelenkbus oder ein Lkw, vielleicht noch ein Auto dazu.

Folge: Die Linksabbieger „verstopfen” auch die Geradeausspur Richtung Eulersweg, was die Lage noch verschärft. Die Planungen von vor fünf Jahren sahen unter anderem vor, eine zweite Geradeausspur dort einzurichten. So wurde es beschlossen.

Jetzt heißt es auf Nachfrage bei der Stadt überraschend, man sei mitten in den Planungen zum Umbau der Kreuzung. Es fehlten noch abschließende Verkehrszählungen. Außerdem sei der Landesbetrieb Straßenbau mit im Boot. Dieser habe seine eigenen Vorstellungen vom Umbau, es müsse in abschließenden Gesprächen noch ein Kompromiss gefunden werden. Wieder überraschend.

Denn 2005 hieß es, die Kreuzung liege in der „Baulast” der Stadt, der Landesbetrieb habe überdies der vorgeschlagenen Planung zugestimmt. Nur über die Kostenaufteilung müsse noch verhandelt werden. Offenbar alles Schnee von gestern. Axel Costard vom Presseamt erklärt, die Problematik sei der Stadt natürlich wohl bekannt.

Die zuständigen Mitarbeiter schauten sich die Lage dort auch persönlich an. Allein: Eine befriedigende Antwort zur Lösung der Missstände kann derzeit nicht übermittelt werden.

Für die Weltreiterspiele 2006 gab es „verkehrsabhängige Signalprogramme”. Deren Umsetzung kostete jedoch 12.000 Euro. Eine Verkehrszählung gab es damals im Vorfeld übrigens auch schon - und davor im Jahr 1999.

Der CHIO 2010 muss jedenfalls ohne Sonderprogramm auskommen. Und wer mit einem Busshuttle dort Richtung Turnier gondelt, dem kommt je nach Tageszeit die Fahrt wie eine gefühlte Ewigkeit vor.
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