Aachen - Turnierdirektor Kemperman: „Was zu tun ist, wird getan”

Turnierdirektor Kemperman: „Was zu tun ist, wird getan”

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Drahtlos, aber Immer auf Draht: Frank Kemperman. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Es herrscht die Ruhe vor dem „großen Sturm”. In der Soers laufen die letzten Vorbereitungen, denn am Nachmittag wurden die Springreiter erwartet, die am Dienstagmorgen „Teil 2” des zehntägigen CHIO eröffnen. Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), ist an diesem Tag überall und nirgends zu finden, schaut nach dem Rechten, gibt letzte Anweisungen.

Helga Raue spürte den Turnierdirektor für ein erstes Resümee und einen Ausblick auf.

Sie wirken relaxt. Darf man das so interpretieren, dass die ersten Turniertage gut gelaufen sind?

Kemperman (lacht): Wirke ich so? Doch, aber es stimmt, ich bin sehr zufrieden. Wir hatten einen sehr gelungenen Auftakt mit dem Voltieren. Samstag und Sonntag war die Halle ausverkauft, es gab tollen Sport und eine fantastische Atmosphäre. Zudem 37.500 Besucher beim Soerser Sonntag und viel Lob für unser „Pferd und Sinfonie” am Samstag. Wenn man monatelang daraufhin arbeitet, plant und sich alles vorstellt und es dann auch so klappt, dann ist man schon sehr glücklich.

Weniger glücklich werden Sie allerdings über die Doping-Diskussionen der letzten Tage sein?

Kemperman: Ja, leider haben diese der vergangenen Woche den Stempel aufgedrückt, es gab ja kein anderes Thema. Was da passiert, ist nicht gut für unseren Sport.

Und wie wird beim CHIO mit dem Problem umgegangen?

Kemperman: Wir haben ja schon immer in Aachen viel getan und gut kontrolliert. Die Zahl der Stewards ist weiter erhöht worden, es werden zusätzliche Kontrollen gemacht, wir losen neben den drei Erstplatzierten weitere Pferde zum Test aus. Zudem setzen wir eine Wärmebildkamera ein, um die Pferdebeine zu untersuchen. Alles, was wir von unserer Seite aus tun können, wird in Aachen auch getan. Wir wollen guten Sport bieten, und ich hoffe, dass die Dopingdiskussion den nicht überdeckt. Die Reiter müssen verstehen: Wenn sich jetzt nichts verändert, wird unser Sport großen Schaden erleiden

Und worauf freuen Sie sich in dieser Woche besonders?

Kemperman: Im Moment freue ich mich am meisten auf die Eröffnungsfeier, die am Dienstag um 17 Uhr beginnt. Wir haben ein tolles Programm mit unserer Partnerregion Flandern geplant. Und der Vierspänner-Quadrille, die in Aachen Weltpremiere feiert, als besonderem Höhepunkt. Uns erwartet eine bunte, fröhliche Feier.

Und sind Sie nun relaxt?

Kemperman (grinst): Ehrlich gesagt, bis Donnertag Abend sind die Nerven doch noch ziemlich angespannt. Aber ab Donnerstag, wenn alles läuft, kann ich auch wieder ruhiger schlafen. Denn wir haben ein tolles Team, auf das ich mich absolut verlassen kann.
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