Taxifahrer sauer über Hindernis-Parcours

Von: Georg Dünnwald
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Abgedrängt: Mehmet Yildirim und Friedrich Görtz (v. links) von der Aachener Autodroschkenvereinigung beklagen große Umwege für ihren Taxen und lange Fußwege für ihre Fahrgäste. Foto: Harald Krömer

Aachen. Aachens Taxifahrer sind ausgesprochen unglücklich mit dem ALRV (Aachen Laurensberg Rennverein). Ihrer Meinung ist der Taxistand zu weit vom Schuss vom Haupteingang.

„Vor allem Fahrgästen, die nicht gut zu Fuß sind, ist unsere Haltestelle viel zu weit vom Haupteingang entfernt”, behaupten Die Taxiunternehmer Mehmet Yildirim und Mushim Burak. D

ie Taxis müssen nämlich vor dem neuen Tivoli warten, relativ weit entfernt für ältere CHIO-Besucher, die nach einem Tag auf dem Turnier ziemlich platt sind. Die müssen nämlich die Albert-Servais-Allee zu Fuß runter, rechts in Richtung Fußballstadion wandern und können da dann ihr Taxi nehmen. Unübersichtlich ist es ebenfalls, kein Schild weist auf die Droschken hin.

„Da gibt es viele, die sich beschweren”, sagt Burak. Burak weiter: „Und dann müssen noch einen Umweg fahren, zurück geht die Chose, in die Emmastraße, von da aus wieder auf die Krefelder Straße, rechts in Richtung Passstraße, weil wir links nicht abbiegen dürfen. Die Kunden unterstellen uns dann Abzockerei”, ist er sauer.

Was unser Leser Albert Bartz aus Haaren bestätigt. Er hat sich am Dienstag mit seinem achtjährigen Enkel vom Haarener Markt aus ein Taxi gegönnt und war sprachlos, welche Wege der Chauffeur nahm. „Der ist bis Zweistromland gefahren und dann weiter bis neuen Tivoli, dann durften wir aussteigen, zurück ging´s auch kompliziert. Hin und zurück habe ich 11,50 Euro bezahlt, voriges Jahr kostete die Fahrt noch je acht bis allerhöchstens neun Euro.”

Da hätte er ja auch gleich zu Fuß laufen können für die fünf bis sechs Euro Unterschied für die Reise von und bis Haaren. Bartz ist stinksauer: „Wieso müssen die Öcher weichen, wenn privilegierte Gäste bis vors Hauptportal chauffiert werden. Sind wir dem ALRV nichts wert?” Den Taxifahrer versteht Bartz: „Der kann doch nichts dafür.”

Yildirim und Burak denken wehmütig an die Zeiten zurück, als sie noch ziemlich nah am Hauptportal halten durften. „Jedes Jahr wird die Regelung geändert und für uns verschlechtert”, sind die beiden sehr verstimmt.

Auch Friedrich Görtz, Vorsitzender Aachener Autdroschken-Vereinigung ist von der Situation nicht begeistert. „Aber da war nichts zu machen”, bedauert er, und hofft auf bessere Verhältnisse im nächsten Jahr. Taxifahrer würden in der Stadt durch immer neue Verkehrsplanungen ständig benachteiligt, den Fahrgästen zu lange Fußwege zugemutet. So auch vom ALRV.

„Herr Görtz war von Beginn der Planungen mit der Situation vertraut und hat nicht widersprochen, sondern sich sogar sehr glücklich mit der jetzt realisierten Lösung gezeigt”, reagiert ALRV-Pressesprecher Niels Knippertz auf die Vorwürfe der Taxifahrer. Man müsse einfach verstehen, dass keine Durchfahrt durch die Albert-Servais-Allee und kein Stopp vorher am Rondell oder davor erlaubt sei. „Da sind viel zu viele Leute unterwegs.”

Knippertz: „Wer mit dem Taxi sofort vorfahren will, muss den Eingang Soerser Weg anfahren lassen, da ist er direkt auf dem Turnierplatz.”
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