Marcus Ehning: „Das entscheide ich spontan”

Von: gego
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Markus Ehning
Markus Ehning ist wieder beim CHIO dabei.

Aachen. Marcus Ehning hat zwei Jahre lang nicht ganz so im Rampenlicht gestanden wie gewohnt. Erst musste er das gehörige Pech der EM 2007 verarbeiten, dann war seine Stute Küchengirl verletzt. Ein weiteres echtes Spitzenpferd, Plot Blue, erhielt er erst vergangenen Sommer.

Mit Plot Blue blieb er am Donnerstag im Mercedes-Benz Preis, Teil des Meydan FEI Nations Cup, zwei Mal ohne Abwurf. Ehning, 35, ist entspannt, ruhiger fast als in den Vorjahren. Als er zum Interview erscheint, ist er gerade dabei, seine Krawatte zu binden. „Fertig”, sagt er, „fangen wir an.”

Sie wirkten im Fernsehinterview nach dem Nationenpreis auskunftsfreudig wie nie.

Ehning: (lacht) Ja, warum sollte ich denn nicht?

Wir haben uns gefragt, ob Ihr Verband die Equipe vor dem CHIO nicht vielleicht einen Crashkurs in Selbstvermarktung belegen ließ.

Ehning: Ja klar. (lacht) Nein! Natürlich nicht. Sehen Sie, mal ist man besser drauf, mal ist man schlechter drauf. Am Freitag war die ganze Mannschaft irgendwie gelöst. Wir haben im Moment wirklich keinen Anlass, uns lauthals über irgendwas zu beschweren.

Sie meinen, Sie wollen im Moment, da jeder über Doping spricht, nicht noch mehr Unruhe in die Szene tragen?

Ehning: So könnte man es sagen, aber mal ganz ehrlich: Ich kann wirklich nicht behaupten, dass mich die Dopingdiskussionen übermäßig belasten würden. Man spricht mit anderen darüber, man denkt darüber nach, aber wenn man reiten muss, dann konzentriert man sich eben aufs Reiten. Es soll sich bloß niemand verrückt machen oder verrückt machen lassen.

Für Außenstehende war Ihre Leistung fast ein bisschen überraschend. Ist es so gelaufen, wie Sie´s geplant hatten?

Ehning: Ja, alles so geplant. (lacht) Das war der dritte Nationenpreis, den ich mit Plot Blue geritten bin, zwei Mal ohne Fehler, ein Mal mit einem Abwurf. Ich würd´ mal sagen: Es läuft ganz gut.

Wer im Nationenpreis ohne Fehler bleibt, muss sich dem Favoritenkreis für den ROLEX Grand Prix am Sonntag zurechnen lassen, richtig?

Ehning: Ach, was heißt schon Favorit? Ich muss erstmal sehen, welches Pferd ich überhaupt reite.

Ist das noch nicht entschieden?

Ehning: Nein, da müssen wir mal gucken. Plot Blue ist toll gegangen, Küchengirl ist gut in Form, mal sehen, ich entscheide das Samstagmorgen spontan.

Samstagabend ist erstmal das traditionelle Springen über Gräben und Wälle. Sind Sie dabei?

Ehning: Dieses Jahr nicht.

Warum nicht? Beim Publikum ist das Springen fast beliebter als der ROLEX Grand Prix.

Ehning: Schon, aber man muss ein Pferd dafür haben. Carsten-Otto Nagel zum Beispiel hat fünf Pferde mit in Aachen, eines speziell für dieses Springen. Glauben Sie mir: Das ist eine Menge Arbeit.

Gibt´s zu wenig Geld, als dass sich die Arbeit lohnen würde?

Ehning: Gar nicht. Das Preisgeld ist schon sehr in Ordnung.
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