Aachen - Ludger Beerbaum entdeckt die Kaiserstadt

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Ludger Beerbaum entdeckt die Kaiserstadt

Von: Helga Raue
Letzte Aktualisierung:
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Nur eine Sage? Beerbaum an der Wolfstür auf der Suche nach des Teufels Daumen.

Aachen. Den Weg zum Turnierplatz, zu diversen Hotels und dem nächstgelegenen Steakhouse - die internationalen Reiter sind zwar auf der halben Welt unterwegs, kennen aber die wenigsten Städte. „In Aachen kenne ich noch das Rathaus und einen guten Italiener”, ergänzt Ludger Beerbaum lachend. „Viel Zeit bleibt nicht. Aber ich muss ehrlich zugeben, wäre ich kulturhistorisch interessierter, würde man sich die Zeit sicher abknapsen.”

Diesmal nutzt der vierfache Olympiasieger der Springreiter eine Stippvisite, um sich in der Kaiserstadt ein wenig umzusehen. Schon der erste Gang ums Rathaus herum lässt ihn innehalten. „Der Dom ist beeindruckend”, ist der 46-Jährige begeistert. In die Kirche geht er zwar aus Zeitgründen selten, „aber ich bin gläubig”.

Durch den eher unscheinbaren Eingang im Domhof geht es ins Innere der Kirche, und da sagt der sonst so eloquente Springreiter nur noch: „Wow”. Und später: „Ich wusste nicht, dass der Aachener Dom so faszinierend und über so viele Jahrhunderte entstanden ist.”

Zwar reist Beerbaum als Profisportler viel, für Urlaubs- oder Städtereisen bleibt aber keine Zeit. So werden Turniere zu Urlaubswochenenden, wie gerade in Estoril: „Ich hatte nur ein Pferd zu reiten, daher haben mich meine Lebensgefährtin, mein Sohn Alexander (18) und unsere eineinhalbjährige Tochter Cecilia begleitet”, fand Beerbaum neben dem Sport Muße für seine Familie.

„Wenn ich den Sport einmal an den Nagel hänge, wird Reisen sicher ein Thema. Ich finde, zu reisen und auch Städte zu besichtigen, ist ein Stück Lebensqualität”, sagt Beerbaum nachdenklich und fügt lachend hinzu: „Vor fünf Jahren hätte ich so etwas nicht gesagt, das kommt erst, wenn man älter wird.”

Die WM im Herbst in Kentucky und die Olympischen Spiele 2012 in London sind Nah- bzw. Fernziele. Wie und ob seine Karriere danach weitergeht, ist noch offen. „Irgendwann muss man auch den Jüngeren Platz machen, aber ich lege mich noch nicht konkret auf ein Datum fest.” Derzeit hat er mit der erst neunjährigen Gotha wieder ein Pferd mit viel Potential.

Mitglied bei Alemannia

Gemütlich schlendernd geht es wieder in Richtung Markt: „Aachen ist eine schöne Stadt, sie hat ganz viel Flair”, sagt Beerbaum, der im westfälischen Riesenbeck lebt. „Es ist eine sehr warme, gemütliche Stadt. Hier könnte ich mir vorstellen zu leben.”

Eine wichtige Voraussetzung dafür hat der 46-Jährige schon: „Ich bin Mitglied bei Alemannia Aachen, bekam bei meinem dritten Sieg im Großen Preis von Aachen ein Trikot von Erik Meijer geschenkt. Aachen hatte keine leichte Saison, ich verfolge das schon ein wenig. Und das neue Stadion sieht toll aus.”

Wie der 46-Jährige überhaupt in seiner knappen Freizeit gerne Fußball schaut und auch schon mal - „rein aus geografischen Gründen” - zu Borussia Dortmund und Schalke 04 geht. Denn eigentlich ist er Fan von Bayern München. „Die WM-Spiele der Nationalmannschaft habe ich alle verfolgt, selbst auf den Turnieren zwischen den Ritten. Sensationell, wie die Jungs auftreten, die beste Werbung für Deutschland.”
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