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Daumen hoch für Hans-Dieter Dreher

Von: Christoph Classen
Letzte Aktualisierung:
Bester Deutscher und Erster hi
Bester Deutscher und Erster hinter dem brasilianischen Sieger Alvaro Miranda im Springen um den Stawag-Preis: Hans-Dieter Dreher mit Embassy. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Hans-Dieter Dreher kommt auf den Abreiteplatz. Das Hauptstadion, in dem er gerade noch für seinen zweiten Platz beim Stawag-Preis geehrt wurde, liegt hinter ihm. Die Menschen haben dort für ihn geklatscht, ein bisschen mehr als für jeden anderen. Ein bisschen lauter sogar als für den Brasilianer Alvaro Miranda, den Sieger des Preises.

Einverstanden, wenn man sagt, dass Sie sich langsam zum Publikumsliebling entwickeln, Herr Dreher? „Tut schon gut, wenn die Leute einem zujubeln.” Und der Parcours, der lag Ihnen doch? „Man konnte flüssig weitergaloppieren.” Fünf Deutsche auf den Plätzen sechs bis zehn? „Schon ganz gut, oder?”

Dreher, 40, Spitzname Hansi, ist kein großer Redner, er lässt lieber Ergebnisse für sich sprechen, und die waren zuletzt ziemlich aussagekräftig. Beim CHIO 2011 etwa musste er sich beim renommierten Preis von Nordrhein-Westfalen nur dem Spanier Sergio Alvarez Moya geschlagen geben. Und jetzt beim Stawag-Preis brauchte eben Miranda auf Bogeno für den Parcours mit 68,5 Sekunden genau 0,82 Sekunden weniger als Dreher. Dritter wurde der Niederländer Harrie Smolders auf Regina Z (69,42).

Dreher ritt auf Embassy, nicht auf seiner eigentlichen Nummer eins, Magnus Romeo. Vielleicht, weil er mit Embassy in letzter Zeit gute Ergebnisse erzielte, vielleicht auch, weil das Pferd ein bisschen schneller ist. Sicher ist aber, dass Dreher aufs Ganze ging, volles Risiko. Das Publikum honoriert so etwas, auch deswegen hoben die Zuschauer ihren Daumen, als Dreher an ihnen vorbei ritt. „Ich wollte unter die ersten Fünf kommen”, nennt Dreher das Ziel, das er sich vor dem Springen gesetzt hatte.

Insgesamt hinterließen die Deutschen einen ziemlich guten Eindruck beim Stawag-Preis, die Plätze sechs bis zehn belegten Philipp Weishaupt, Meredith Michaels-Beerbaum, Christian Ahlmann, Marco Kutscher, und Janne Friederike Meyer, in dieser Reihenfolge. Sie alle blieben fehlerfrei, genau wie Marc Bettinger, (12.), Ludger Beerbaum (16.) und Thomas Voß (19.). Wie ernst sie dieses Springen nehmen, kann man vielleicht auch an der Entscheidung von Meyer, mit Lambrasco an den Start zu gehen, ablesen, dem Pferd also, mit dem sie im vergangenen Jahr den Großen Preis von Aachen gewann.

Apropos Sieger: Den NetAachen-Preis zum Auftakt gewann übrigens der Franzose Roger Yves Bost auf Vivaldo. Und das Fazit zum gesamten Tag lieferte schließlich Carl Meulenbergh. Kurz vor der Siegerehrung beim Stawag-Preis sagte der ALRV-Präsident: „Wir haben hochklassigen Sport gesehen.”
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