Aachen - 522 Hauptdarsteller und 353.500 Zuschauer

522 Hauptdarsteller und 353.500 Zuschauer

Von: Thorsten Karbach und Stephan Mohne
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Von wegen Heu und Hafer: Dass die Region während des CHIO - und nicht nur dann - pferdeverrückt ist, mag dieser sensationelle Schnappschuss aus Kohlscheid belegen. Da gibt´s zwischendurch dann einen Bigmac - und kurzzeitig wird der „McDrive” zum „McRide”. Foto: Chiara Baluch

Aachen. Der CHIO 2010 - und es sind die Emotionen, die im Gedächtnis bleiben. Aber es sind auch die Zahlen, Daten und Fakten, die beeindrucken. Schauen wir also noch einmal nüchtern zurück: Hauptdarsteller waren natürlich die 522 Pferde mit ihren 343 Reitern, die und 108 Stunden Sport vom Feinsten geboten haben.

31 Stunden Springreiten, 29 Stunden Dressur, 11 Stunden Vielseitigkeit, 16 Stunden Fahren, 21 Stunden Voltigieren - das war Spannung pur, verfolgt von 353.500 Zuschauern direkt vor Ort. Aber auch in die Wohnstuben wurde das größte Pfersportfest der Welt transportiert. Dafür sorgten 600 Journalisten aus aller Herren Länder. Für die TV-Übertragungen waren 47 Kameras im Einsatz. Um alles zu verbinden, wurden rund 25.000 Meter Kabel verlegt.

Nichts wäre der CHIO indes auch ohne die Mitarbeiter, die für den reibungslosen Ablauf gesorgt haben. 1200 Mitarbeiter waren es insgesamt in dieser Woche - darunter 70 Richter und Offizielle, 320 Ordner, 45 Stewards und 70 Hostessen. Nicht zu vergessen diejenigen, die in teils brütender Hitze im „CHIO Village” ihre Ware an Mann und Frau bringen wollten. 160 Aussteller waren es diesmal in den 200 Zelten. Geld zu verdienen gab es natürlich auch für die Sportler: 10,3 Millionen Euro betrug das Turnierbudget, das Preisgeld lag bei 1,73 Millionen Euro.

An zentraler Stelle war natürlich auch die Aachener Zeitung mit ihrem Aktionszentrum dabei. Mehr als 100 Interviewgäste begrüßten dort die Moderatoren Robert Esser und Sarah Siemons im Laufe der Woche. Plus die spannenden Interviews, die AZ-Redakteur Manfred Kutsch im Stadionrund führte - mit WM-Star Thomas Müller zum Beispiel oder auch am Sonntag mit Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.

Marie und Lars zählten indes auf alle Fälle zu den glücklichen Gewinnern des Sonntags. Denn für sie gab es ein Autogramm mit Widmung des deutschen Springreiters Marco Kutscher. Das holte ihnen der Großvater nach einem Interview des Weltklassemannes auf der AZ-Aktionsbühne.

Rede und Antwort standen darüber hinaus unter anderem: Turnierdirektor Frank Kemperman, Helen Rombach-Schwarz, Gero Meyer, Lisa Wimmenauer, der designierte Karnevalsprinz Alwin Fiebus mit seinem Hofstaat, André Alzer, Schmied Walter Heinrichs, das Voltigier-Team Deutschland I, Dennis Peiler, Rebecca Golasch, Daniel Deußer, Luciana Diniz, Dr. Christian Becker, Dr. Peter Asmuth, Steve Guerdat, Marie-Luise Marjan, Liz Baffoe, Philipp Weishaupt, Cornelia von Rüxleben-Plöger, Tierarzt Josh-Hein Swagemakers, Kirsten Sieber, Heinrich-Hermann Engemann, Mario Stevens, Thomas Weinberg, Johannes Rueben, Hans-Joachim Schaprian, Monica Theodorescu, Pierre-Emmanuel Taittinger, Holger Schmezer, Hubertus Schmidt, Carsten-Otto Nagel, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Nadine Capellmann, Alois Pollmann-Schweckhorst, Pferdeschwanz-Präsident Dieter Herff, Edward Gal, Frank Ostholt, Malu Wilz, Janne-Friederike Meyer, Markus Beerbaum, Michael Jung, Max Kühner, Michael Brauchle, Isabell Werth, Robert Splaine, Theo Muff, Henrik von Eckermann, Hans Melzer, Dirk Schrade, Ingrid Klimke, Peter Thomsen, Andreas Dibowski, Otto Becker, Frank Rothenberger, Hans-Günter Winkler, Thomas Müller, Nicole Uphoff, Anabel Balkenhol, Dirk Gerkens, Christoph Erdmann, Rob Errens und eben Marco Kutscher.

Ein eingeschworenes Team bildeten indes auch die Hilfskräfte von Deutschem Roten Kreuz, Malteser Hilfsdienst und Johanniter Unfallhilfe. „Dass diese drei Organisationen so zusammenarbeiten wie hier, das gibt es nur selten. Ganz toll”, bilanzierte Professor Karl-Walter Zilkens als medizinischer Koordinator der Turniers. Dabei gab es nicht wenig zu tun.

Alleine am „Großkampftag”, dem Samstag mit Stadion und Gelände, waren 180 Helfer, sieben Notärzte, sechs Tunierärzte, ein Physiotherapeut und ein Sportmediziner vor Ort. Doch zum Glück gab es keine größeren Zwischenfälle. 120 Hilfeleistungen gab es am Sonntag. „Aber alles nur Kleinigkeiten”, so Zilkens. Die Aachener seien bestens vorbereitet gewesen auf die Witterung - und das die ganze Woche über. „Super, großes Kompliment”, so der Koordinator. Im vergangenen Jahr hatte es in der Schwüle noch etliche Kreislaufzusmmaenbrüche gegeben.

Damit sich auch die Pferde wohlfühlen wurden übrigens 18000 Kilo Hafer, ebenso viel Heu, 1500 Ballen Stroh zum Fressen und 600 weitere Ballen Stroh zur Einstreuen in die Ställe herbeigekarrt.

Wichtige Zahlen zum Schluss: Der nächste CHIO kommt - und zwar vom 8. bis 17. Juli 2011.
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