Stuttgart - Zweiten Auswärtssieg: Borussia beim 2:0 über den VfB noch gnädig

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Zweiten Auswärtssieg: Borussia beim 2:0 über den VfB noch gnädig

Von: Oliver Trust
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Einer gegen Zwei – doch Raffael verwandelt zum 1:0 für Borussia an Georg Niedermeier und VfB-Torhüter Sven Ulreich vorbei. Foto: sport/MIS

Stuttgart. Bis vor knapp zwei Wochen waren die Gladbacher ein ziemlich beliebter Konkurrent bei Auswärtsspielen. Vor dem 2:0 beim HSV hatten sie einen Punkt gewonnen, und man musste das Team von Lucien Favre weit unten in der „Auswärtstabelle“ suchen. Dass Zeiten unerfreulicher Auswärtsspiele offenbar vorbei sind, bewiesen die Borussen nun beim VfB Stuttgart. Raffael traf (37.) vor 49 560 Zuschauern zum 1:0. Oscar Wendt zum 2:0 (73.).

Stuttgarts Torwart Sven Ulreich verhinderte mit zahlreichen Paraden einen höheren Gladbacher Erfolg. Favres Team gewann das vierte Spiel in Folge und verteidigte den Champions-League-Qualifikations-Rang vier. Zu bemängeln blieb in Stuttgart nur der verschwenderische Umgang mit Torchancen.

Der Schweizer Coach hatte im Vergleich zum 3:1-Heimsieg über den 1. FC Nürnberg keine Änderungen vorgenommen, obwohl die zuvor verletzten Roel Brouwers und Havard Nordtveit wieder zur Verfügung standen. Dass die Gladbacher nur eines der vergangenen 15 Bundesligaspiele in Stuttgart gewinnen konnten, beeindruckte die aktuelle Borussia nicht. Der drittstärkste Angriff um Juan Arango und Max Kruse bereitete den Stuttgartern einige Probleme. Granit Xhaka etwa mit seiner frühen Chance nach zehn Minuten. Oder Patrick Herrmann und Kruse, die in der 17. Minute für Gefahr sorgten. Nach den drei Siegen zuletzt trat die Borussia mit viel Selbstbewusstsein beim „Angstgegner“ auf.

Der erst 17 Jahre alte Timo Werner hätte in der 31. und 34. Minute für Stuttgarter Treffer sorgen können. Davor war es der Rumäne Alexandru Maxim, der die Gladbacher Abwehr in einem von beiden offen geführten Spiel vor eine harte Probe stellte (22.). Ein Tor gelang den in der Phase starken Stuttgartern nicht.

Schöner Assist von Herrmann

Die Gladbacher ließen sich nicht aus dem Rhythmus bringen, was schon bald belohnt wurde. Wie stabil die Mannschaft als Tabellenvierter geworden ist, zeigte sich angesichts der Reaktion der Borussen. Ruhig und direkt im Aufbauspiel, spielten sich die Rheinländer nach vorne. In der 37. Minute eine Spur zu schnell für die VfB-Abwehr. Konstantin Rausch patzte, Herrmann spielte einen schönen Pass auf Raffael, der verwandelte zur 1:0-Führung. Die war keineswegs unverdient.

Geschickt setzten die Gladbacher die Stuttgarter mit ihrem frühen Pressing unter Druck. Kruse gelang in der 45. beinahe das 2:0. VfB-Torwart Sven Ulreich konnte mit Mühe zur Ecke klären. Gladbach ging mit einer verdienten Führung in die Pause.

Die Stuttgarter verstärkten den Druck nach der Pause. Trainer Thomas Schneider brachte mit Ibrahima Traore und Mohammed Abdellaoue zwei weitere Stürmer. Die Gladbacher mussten nun kämpfen. Dass sie auch das ohne Tadel schafften, passt zur neuen Auswärtsstärke. Wendt erhöhte mit einem strammen Schuss aus 16-Meter auf 2:0. Die Gladbacher zeigten insgesamt die reifere Spielanlage, die Stuttgarter dagegen stecken im Tabellen-Mittelfeld fest.

Vor der Partie hatten die Gladbacher durchaus Respekt vor den Stuttgartern gezeigt. Der VfB liege der Borussia nicht, hatte Manager Max Eberl festgestellt. Und Favre selbst bezeichnete die Partie beim VfB als „kompliziertes Spiel“. Am Ende war fast alles halb so schlimm wie befürchtet.

Stuttgart: Ulreich - Schwaab, Niedermeier, Rüdiger, Rausch - Kvist (63. Abdellaoue), Gentner - Leitner (46. Traoré), Werner - Maxim - Ibisevic

Mönchengladbach: ter Stegen - Korb, Jantschke, Stranzl, Wendt - Kramer, Xhaka - Herrmann (85. Rupp), Arango (88. Hrgota) - Raffael (90. de Jong) - Kruse

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) Zuschauer: 49 560 Tore: 0:1 Raffael (37.), 0:2 Wendt (73.) Gelbe Karten: -/Korb (2), Xhaka

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