Xhaka als Wiedervereiniger?

Von: bsc
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Darf heute in Villareal seine Hintermänner nicht wieder wie gegen Frankfurt im Regen stehen lassen: Gladbachs Mittelfeldspieler Granit Xhaka. Foto: sport/Schwörer Pressfoto

Villarreal. Donnerstagabend wird sich zeigen, wie groß für Borussia Mönchengladbach der Kollateralschaden der zwei Niederlagen in Folge ist. 0:1 gegen Dortmund, 1:3 gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga – und jetzt die Aufgabe in einer höheren Klasse, der Europa League, beim FC Villarreal zu beweisen, dass sich dieser Zweier nicht zum Trend entwickelt (21.05 live bei Kabel 1).

Sicher ist, den Rautenträgern ist irgendwo zwischen Dortmund und Mönchengladbach die defensive Stabilität abhanden gekommen. Unerklärlich für viele Beobachter, relativ normal für Lucien Favre. „Das passiert jeder Mannschaft irgendwann einmal in der Saison, das beweisen die Statistiken.“

Ob der Spuk ausgerechnet heute beim Tabellenachten der Primera Division verschwindet, ist dennoch fraglich. Wie gegen Frankfurt muss Favre erneut auf Martin Stranzl und Christoph Kramer verzichten. Auf den Abwehrchef und das Bindeglied zwischen Defensive und Offensive also. Eine Herausforderung für Borussias Schweizer Trainer, wurde doch bis vor kurzem stets die Ausgewogenheit und Breite des Kaders besungen. Sollten die plötzlich perdu sein, nur weil zwei Stammspieler fehlen?

Den Gegenbeweis bei Villarreal anzutreten, wäre extrem wichtig. Mit einem Sieg würde Gladbach seinen Gruppensieg fix machen. Sollte zeitgleich der FC Zürich gegen Limassol nicht gewinnen, reicht Gladbach in Spanien bereits ein Remis. Doch der Klub in der Provinz Castellón besitzt eine andere Klasse als Zürich oder Limassol, was die Deutschen bereits im Hinspiel beim 1:1 im Borussia-Park leidvoll erfahren mussten. Das Rückspiel wird auf keinen Fall einfacher. „Villareal ist extrem heimstark, es erwartet uns ein schweres Spiel“, sagt Oscar Wendt. „Es wird darauf ankommen, gut zu verteidigen.“ Genau damit hatte der Schwede am vergangenen Wochenende große Schwierigkeiten. Seine linke Abwehrseite war inflationär häufig das Einfallstor für die Frankfurter Eintracht. Der 29-Jährige hat als Linksverteidiger eh seine Stärken in der Vorwärtsbewegung. Doch seine Konterstärke liegt in dieser Saison bisher brach. In der letzten Spielzeit sorgte er noch mit Vorstößen bis auf die Grundlinie des Gegners für offensive Akzente und erzielte obendrein wichtige Tore. Die Renaissance wäre heute Abend gefragt. „Es wird sehr schwer, gegen sie zu verteidigen, aber wenn wir das gut machen, können wir über Konter zu Toren kommen“, sagt Spanien-Experte Alvaro Dominguez, der die linke Seite dicht machen könnte, aber durch den Ausfall Stranzls innen gebraucht wird.

Da Favre aber seine Abwehrspieler nach dem 1:3 gegen Frankfurt ausdrücklich in Schutz nahm, rückt automatisch Granit Xhaka in den Mittelpunkt. Der Schweizer, der sich erst am Tag danach für seinen dummen Platzverweis entschuldigte, ist verantwortlich für die Wiedervereinigung von Abwehr und Mittelfeld. Dazu muss er aber auch seine persönliche Balance wiederfinden.

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb, Jantschke, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Xhaka - Hahn, Herrmann - Raffael, Kruse

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