Treffpunkt Letzigrund: Xhaka will den Dreier

Von: bsc
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Dass die Züricher Zuschauer die beiden Ex-Basler im Letzigrund freundlich begrüßen werden, ist eher fraglich. Doch mehr als 8000 Borussen-Fans werden Gladbachs Schweizer-Duo Granit Xhaka (rechts) und Yann Sommer auf jeden Fall in seiner Derby-Stimmung unterstützen. Foto: sport/MIS

Mönchengladbach. Warum eigentlich spielen nur zwei Schweizer für Borussia Mönchengladbach? Lucien Favres Eloge auf den FC Zürich, Gastgeber des Bundesligisten beim zweiten Spiel in der Europa League am Donnerstag (21.05/Kabel 1), lässt nur einen Schluss zu: Her mit den FCZ-Kickern.

Beim TV-Termin im Borussia-Park für seine Landsleute (Favre ist ebenfalls Schweizer) zählt der 56-Jährige fast die komplette Mannschaft seines ehemaligen Arbeitgebers auf – darunter etliche Eidgenossen. Doch Sportdirektor Max Eberl muss nicht blass werden: Sein Erfolgstrainer ist nicht befallen von einer schweizerischen Obsession. Er redete nur mal wieder den Gegner stark.

Borussias Schweizer kommen wenig überraschend nicht von dem Klub, für den Favre von 2003 bis 2007 arbeitete und mit dem er zwei Mal die Meisterschaft und ein Mal den Pokal holte. Granit Xhaka kommt ebenso wie Torhüter Yann Sommer vom FC Basel. Das versetzt besonders den 22-jährigen Mittelfeldspieler in eine Derbystimmung light: „Ich glaube, ich habe noch nie ein Spiel gegen den FCZ verloren“, blättert der „Nati“-Spieler in seiner noch jungen Historie. Das wird seinen Trainer ungemein beruhigen. Wahrscheinlich grübelt Favre noch immer darüber, wie er diese famose Statistik in seinen Spielplan einfließen lassen kann.

Die simpelste Möglichkeit wäre, Xhaka spielen zu lassen. Und die Chancen stehen gut. Denn die Rotationsopfer bieten sich diesmal selbst an. Christoph Kramer ist ebenso angeschlagen wie Raffael. Der Dauerläufer und der spielerische Dauerbrenner werden zwanghaft eine Ruhepause erhalten. Auch ohne ihre muskulären Probleme hätten sie zu den Top-Kandidaten für Favres gezielte Rotation gezählt.

Die Rückkehr zum Letzigrund weckt im Romand Emotionen. „Ohne den FC Zürich wäre ich nicht in der Bundesliga. Und nicht der Trainer, der ich heute bin“, sagt Lucien Favre. Und dieser Trainer ist so geeicht, dass er seine Mannschaft auch und womöglich besonders akribisch auf seinen ehemaligen Klub vorbereitet hat.

Entgegenkommen wird ihm dabei die verschärfte Lage der Schweizer in der Gruppe A. Nach der unerwarteten Niederlage auf Zypern gegen Limassol steht Zürich unter Druck. Und das Beispiel Paderborn hat gezeigt, wie gelegen den Borussen Gegner kommen, die nach vorne spielen (müssen).

Voraussichtliche Aufstellung: Sommer - Korb, Jantschke, Stranzl, Dominguez - Hahn, Nordtveit, Xhaka, Hazard - Hrgota, Kruse

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