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Raffael: Gladbachs „preiswerter“ Königstransfer

Von: Bernd Schneiders
Letzte Aktualisierung:
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Wieder vereint: Lucien Favre und der Spielmacher Raffael. Foto: imago/Contrast

Mönchengladbach. Der Königstransfer für diese Saison ist fast ein Schnäppchen im Vergleich zur letzten Spielzeit: Luuk de Jong (21) kostete 12 Millionen Euro, für Raffael (28) bezahlt Borussia Mönchengladbach nur unbestätigte fünf Millionen an Dynamo Kiew.

Der Unterschied – abgesehen vom Alter: Borussia Mönchengladbach hat heuer, abgesehen vom Nachschlag von Hoffenheim für Igor de Camargo (2 Mio. Euro), keine Transfererlöse erzielt. Gerade deshalb betont Sportdirektor Max Eberl: „Es war ein Kraftakt, wir sind an die Schmerzgrenze gegangen – in allen Belangen.“

Doch als Prämissen blieben Machbarkeit und Vernunft. Vor allem auch, was das Gehalt angeht. Einen Sprengsatz im Vergleich zu anderen Gladbacher Großverdienern sieht der Manager nicht. „Raffael passt absolut in unser Gehaltsgefüge. Wie auch in der letzten Saison investieren wir lieber in die Ablösesumme.“

Der Vertrag läuft immerhin bis 2017, bei Schalke hätte der Brasilianer die wesentlich höhere Bezahlung lediglich noch ein Jahr genießen können. Die Gelsenkirchener wollten Raffael nur noch für ein weiteres Jahr ausleihen.

Quasi unbezahlbar war ein anderes Pfund, mit dem Borussia wuchern konnte: Lucien Favre. Zusammen mit Gladbachs Trainer erlebte der offensive Mittelfeldspieler beim FC Zürich und Hertha BSC seine sportlich besten Zeiten. Dieses Gemisch aus Wohlfühlfaktor und sportlicher Zielsetzung setzte sich beim Edel-Techniker gegen die reine Orientierung am Geld durch.

Über die Fußballkünste des Brasilianers muss man nicht ernsthaft diskutieren. Und Max Eberl sieht den 28-Jährigen auch nicht reduziert auf die Zehner-Position, die es bisher bei Favre nicht gibt. „Auf Schalke hat er zuletzt als Nummer 9 als Huntelaar-Ersatz gespielt. Und auch auf der linken Seite. Diese Polyvalenz wollen wir.“

Mit Raffael bekommt Lucien Favre zudem den Spiel-Beschleuniger, den er oft vermisst hatte. Und Max Eberl sagt nicht ohne Stolz: „Wir sind kritisiert worden, dass wir nicht mit Hanke verlängert haben. Aber ich denke, man kann eine Logik erkennen: Mit Kruse und Raffael haben wir nun zwei ganz andere Typen.“

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