Mönchengladbach - Ende des großen Missverständnisses um Luuk de Jong

Ende des großen Missverständnisses um Luuk de Jong

Von: fö
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Zieht den Borussia-Dress aus: Luuk de Jong. Foto: sport/Uwe Kraft

Mönchengladbach. Das Millionen-Missverständnis ist Geschichte: Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat sich mit dem PSV Eindhoven auf den Transfer von Luuk de Jong geeinigt. Der 23-Jährige erhält beim niederländischen Ehrendivisionär einen Fünf-Jahres-Vertrag – und die Borussia gutes Geld.

„Eindhoven wollte Luuk unbedingt verpflichten und wir konnten uns auf gute Konditionen verständigen“, erklärte Borussias Sportdirektor Max Eberl, der natürlich keine Zahlen nannte. Für den Mittelstürmer, der so gar nicht in Borussias System passt, dürfte der Klub vom Niederrhein insgesamt über sechs Millionen Euro erhalten.

Und sollte bei der sich andeutenden Renaissance der klassischen Mittelstürmer de Jong eines Tages Eindhoven in Richtung eines europäischen Topklubs verlassen, könnte die Borussia noch einen Nachschlag erhalten. Mit den 1,5 Millionen Euro Leihgebühr, die Newcastle United für ein halbes Jahr in der Rückrunde der vergangenen Saison bezahlt hat, hält sich der finanzielle Schaden noch einigermaßen in Grenzen. Für de Jong hatte die Borussia 2012 zwölf Millionen Euro Ablöse an Twente Enschede gezahlt.

Doch de Jong wurde nie heimisch am Niederrhein, sportlich zumindest. Er ist ein klassischer Stoßstürmer, der im System von Trainer Lucien Favre nicht vorkommt. Das hätte man alles vorher wissen können, jetzt ist das Kapitel aber beendet. Und angesichts der letzten zwei sportlich schlechten Jahre de Jongs sind die rund sechs Millionen Ablöse eine stolze Summe.

Schon ohne de Jong, dafür mit dem ebenfalls abwanderungswilligen Stürmer Peniel Mlapa als Rechtsverteidiger, gewann die Borussia ihr Testspiel beim SV Wehen Wiesbaden am Samstag mit 2:1. Alvaro Dominguez (62.) und Neuzugang André Hahn (72.) trafen für die Favre-Elf, Herzig konnte für den Drittligisten noch verkürzen (78.).

Eher unauffällig verlief der Einstand von Neuzugang Thorgan Hazard. Der Belgier zeigte bei seinem 45-minütigen Einsatz in der Offensive aber vielversprechende Ansätze. Dass Mlapa auf Dauer keine Alternative für die rechte Seite ist, war übrigens schon vorher klar. Favres Begründung für Mlapas Einsatz in der Abwehr: Bei „nur“ 20 Feldspielern und angesichts eines kompletten Wechsels zur Pause musste halt jemand hinten rechts spielen . . .

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