Rom/Mönchengladbach - Die nächste Herkulesaufgabe für Mönchengladbach

Die nächste Herkulesaufgabe für Mönchengladbach

Von: zva
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Auf der Suche nach der Form? Borussias Tony Jantschke (links) und Alvaro Dominguez in Rom. Foto: dpa

Rom/Mönchengladbach. Ob man will oder nicht: Am Sonntag ab 15.30 Uhr werden viele Mönchengladbacher Fußballfans wieder an die jüngere Vergangenheit erinnert, an brillante Soli, an Treffer und Torvorlagen von Marco Reus.

Der in Gladbach zum Fußballer des Jahres gereifte Reus wird mit Meister Dortmund für die gastgebende Borussia eine gewaltige Herausforderung sein, oder, wie es Sportdirektor Max Eberl dezent beschreibt: „eine Herkulesaufgabe“.

Erst recht und besonders nach dem so unerfreulich beendeten Ausflug in Italiens Hauptstadt, dem Aus in der Europa League bei Lazio Rom. „Es ist zwar keine Schande, beim Tabellenvierten der Serie A zu verlieren, aber das müssen wir erst einmal verkraften“, meinte Eberl und gab das wieder, was nicht nur die knapp 10000 Fans sich von der Pilgerfahrt versprochen hatten: „Wir haben uns alle mehr erträumt und hätten uns einen größeren Fight vorgestellt. Dessen haben wir uns beraubt“, bilanzierte Eberl, und die bange Frage ist: Wie soll es bis morgen besser werden?

Zwei dicke Patzer in der Abwehr und kaum gelungene Offensivaktionen machten die Hoffnungen nicht nur im Stadio Olimpico zunichte, sie waren vielmehr die Fortsetzung der jüngsten Auftritte in der Liga. Da ist es nicht gewagt, zu behaupten: Den Abwärtstrend der letzten Wochen ausgerechnet gegen den Meister zu stoppen, wird eine fast unlösbare Aufgabe sein.

Zumal Patrick Herrmann wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt und der Einsatz von Juan Arango wegen seiner Fußverletzung fraglich ist. Es sind die beiden einzigen Akteure, die zuletzt in der Offensive zumindest gelegentlich für ein bisschen Gefahr vor des Gegners Tor aus dem Spiel heraus sorgten. Und sich nur auf Standards zu verlassen, dürfte gegen Dortmund wenig erfolgversprechend sein.

In Rom ist die Borussia an ihre Grenzen gestoßen, und aus den Worten Martin Stranzls ist nicht wirklich Zuversicht zu ziehen. „Wenn man von einer jungen Mannschaft zu viel will und die Latte zu hoch legt, ist zu viel Druck vorhanden. Die Leichtigkeit geht verloren“, sagt der Österreicher, der als einziger in Rom in einem ängstlichen, zaghaften Team seinen normalen Leistungsstandard erreicht hatte.

Bedenklicher als das ideenlose Offensivspiel und die unzähligen Querpässe waren beim Europapokal-Abschied wieder einmal die Patzer in der Defensive, die von einer Dortmunder Mannschaft auch ohne echten Stoßstürmer – Robert Lewandowski und Julian Schieber sind gesperrt – noch gnadenloser ausgenutzt werden dürften als von den Römern. Speziell durch einen, speziell durch Marco Reus.

Und trotz aller Verbundenheit („Gladbach hat es mir ermöglicht, dass ich jetzt da bin, wo ich bin. Das wird immer ein besonderer Verein für mich bleiben.“) sollten die Gladbacher Borussen nicht auf einen gnädig gestimmten Marco Reus hoffen.

Mögliche Aufstellung: ter Stegen - Jantschke, Stranzl, Dominguez, Wendt - Nordtveit, Marx - Cigerci, Arango (Xhaka) - Younes, de Jong

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