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Der erst 17-jährige Dahoud und Hrgota setzen Zeichen gegen Lierse

Von: bsc
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Frühreif: Mahmoud Dahoud (links) verblüfft im Testspiel gegen Lier mit einer abgezockten Leistung. Foto: sport/Revierfoto

Wegberg-Beeck. „Vergesst mir Branimir Hrgota nicht“, mahnte Lucien Favre im Interview mit unserer Zeitung, als es um die Verstärkungen in der Offensive ging. Der schwedische U 21-Nationalstürmer mochte sich nicht auf den Gedächtnis-Appell seines Mönchengladbacher Trainers verlassen und schob beim 2:0-Testsieg über Lierse SK im Waldstadion von Wegberg-Beeck eine bestätigende Leistung nach.

Der 20-Jährige erzielte beide Treffer gegen den belgischen Erstligisten, beide in der ersten Halbzeit. Die Gelegenheit, die Quote zu erhöhen, bekam er nicht mehr: Lucien Favre nahm ihn nach den ersten 45 Minuten raus.

Auch im vorletzten Saisonspiel beim FSV Mainz 05 hatte Hrgota sein Potenzial offenbart: Gleich drei Tore erzielte der Angreifer, den Gladbach im Sommer 2012 vom schwedischen Zweitligisten Jönköpings Södra IF geholt hatte. Immer wieder hatte ihn sein Trainer auch zuvor schon in den höchsten Tönen gelobt, was sich vom Ende der Spielzeit abgesehen aber nicht unbedingt in regelmäßigen Einsätzen niederschlug. Jetzt urteilte Favre: „Er ist immer heiß auf Tore und sehr gefährlich.“ Beide Treffer gegen Lier erzielte der Schwede zwar mit links, waren aber keine der Marke selbstverständlich.

Dass das Niveau auf Borussias Seite nach einer offensiv-quirligen ersten Hälfte deutlich abnahm, lag aber nicht nur an Hrgotas Fehlen. Favres positives Fazit galt nur für Hälfte 1: „Wir sind gut in die Tiefe gelaufen und haben Anspielmöglichkeiten geschaffen.“ Gegen einen bis dahin völlig harmlosen Gegner schalteten die Gladbacher dann aber unverständlich zurück, blieben – Hitze hin, hohe Trainingsintensität her – rätselhaft passiv, was ein nicht ganz unbekanntes Phänomen aus der vergangenen Spielzeit ist.

Die positiven Eindrück aber überwogen dennoch. Verantwortlich dafür auch Raffael, der einmal mehr seine spielerischen Qualitäten bewies, vor allem aber ein (junger) Mann, der mit einer verblüffend kaltschnäuzigen Vorstellung im Mittelfeld für Aufsehen sorgte: Mahmoud Dahoud, 17-jähriges Talent aus dem schier unerschöpfbaren Vorrat an Nachwuchsspielern. Der defensive Mittelfeldspieler, bereits in Borussias U 17 auffällig durch seine Abgeklärtheit und Spielintelligenz geworden, wird dafür belohnt. Gemeinsam mit Nico Brandenburger und Joel Mero darf Dahoud mit ins Trainingslager nach Rottach-Egern.

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