Aachen. Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern. Nun hat die Alemannia Vollzug gemeldet: Timo Brauer, Kapitän von Traditionsclub Rot-Weiß Essen, wechselt zur kommenden Saison an den Tivoli.
Aachen. Das Handy von Uwe Scherr stößt in diesen Tagen an die Grenzen seiner Kapazität, die Mailbox läuft über. Berater melden sich bei Alemannia Aachens neuem Manager und bieten ihre Klienten feil, natürlich alles tolle Kicker, «nur leider», sagt Scherr, «möchten die Berater auch Geld».
Aachen. Am Donnerstagnachmittag gab es die nächste erfreuliche Meldung vom Tivoli: Nach Aimen Demai hat mit Seyi Olajengbesi der zweite Stammspieler seine Zusage gegeben, auch in der kommenden Drittliga-Saison für die Alemannia aufzulaufen.
Aachen. Schwieriger als gedacht gestalten sich die Verhandlungen rund um das Alemannia-Rettungspaket, die dem Lizenzverfahren für die dritte Liga vorausgehen müssen.
Aachen/Braunschweig. Dass Kevin Kratz den Tivoli verlassen wird, ist schon seit spätestens Dienstag klar. Nun steht auch fest, für welches Team der Mittelfeldspieler in der kommenden Saison gegen den Ball tritt: Kratz wechselt von der Alemannia zu Zweitligist Eintracht Braunschweig.
Aachen. Die erste Vertragsunterschrift am Tivoli ist perfekt: «Die Leute haben sich sehr bemüht, haben mir das Gefühl vermittelt, dass ich wichtig bin», sagt Aimen Demai. «Deswegen habe ich gar nicht erst mit anderen Klubs verhandelt.»
Aachen. Als seine Präsentation dann vorbei war, ging am Montag die Arbeit bei Alemannia Aachen los. Die erste Sitzung mit Scouts und Trainer. «Ich glühe vor Vorfreude», sagt Uwe Scherr.
Aachen. Bereits in der vierten Woche läuft mit großem Erfolg der Kinofilm «Friede, Freude, Eierkuchen» rund um Abriss und Neubau des Tivoli, den Umzug der Kleingärtner und weitere Ereignisse. Von 2006 bis 2011 produzierten die Filmemacher Miriam Pucitta und Michael Chauvistré eine Dokumentation über die Entwicklung in der Aachener Soers.
Aachen. Noch am Sonntagmittag wollte Meino Heyen nur soviel sagen: «Ich denke, dass wir am Montag ein Stück weiterkommen.» Die Suche des Aufsichtsrats-Vorsitzenden von Alemannia Aachen und seiner Mitstreiter nach einem Erben von Sport-Geschäftsführer Erik Meijer befand sich auf der Zielgeraden.
Aachen. Die Alemannia hat am Sonntag den Nachfolger von Sportdirektor Erik Meijer bekanntgegeben: Uwe Scherr wurde in einer Sitzung des Aufsichtsrates zum neuen sportlichen Leiter ernannt und nimmt sofort seine Arbeit am Tivoli auf. «Er hat in den Gesprächen mit Abstand den besten Eindruck hinterlassen», sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Meino Heyen.
Aachen. Mit Fußballtennis war die letzte Einheit der Saison zu Ende gegangen, dann räumten die Spieler ihre Spinde und trafen sich auf Einladung von Klub-Chef Meino Heyen zu einem letzten gemeinsamen Mittagessen. «Die anderen», sagte Ralf Aussem, der Trainer des neuen Drittligisten Alemannia Aachen, «fahren in Urlaub. Und ich muss arbeiten.»
Aachen. Der letzte Arbeitstag der verpfuschten Saison ist angebrochen. Alemannias Spieler werden heute ab 10 Uhr noch einmal leicht trainieren, dann folgt eine letzte gemeinsame Mahlzeit. Und das war es dann, Abschlusszeugnisse sind nicht mehr vorgesehen. Dann beginnt der Urlaub, vorerst steht der Verein ohne Mannschaft da.
Aachen. Alemannias Sturz in die dritte Liga hat momentan keinerlei Auswirkungen auf den städtischen Haushalt. «Die Umfinanzierung des Stadionbaus ist auch klar geregelt für den Spielbetrieb in der dritten Liga. Durch den sportlichen Abstieg der Alemannia wird der Haushalt nicht gefährdet», sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Harald Baal.
Aachen. Für den ersten Tag nach seiner offiziellen Weiterbeschäftigung hatte sich Ralf Aussem ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Er wollte mit allen Spielern Gespräche führen und herausfinden, wer beim Projekt «Neuanfang» mit an Bord ist.
Aachen. Die erste Personalie für die neue Spielzeit am Tivoli ist geklärt. Ralf Aussem bleibt auch in der 3. Liga Trainer von Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen. Unser Redakteur Christoph Pauli hat den Stand der Dinge bei allen anderen Baustellen der Alemannia zusammengefasst.
München. Marco Stiepermann war der Erste, der wie ein Häuflein Elend auf den Boden sank, der Stürmer versteckte sein Gesicht hinter den Händen. Wenig später kam Mirko Casper aus der Kurve, in der 3500 Fans auf das Wunder von Fröttmaning gehofft hatten; Caspers Augen - das konnte man von der Haupttribüne der Münchner Arena erkennen - waren rot unterlaufen.
Aachen. Auch die 17. Auswärtsreise der Saison wurde nach dem üblichen Muster gestrickt, nichts Besonderes. Die Mannschaft macht sich einen Tag vor dem Spiel auf den Weg, übernachtet, geht raus aufs Feld, spielt, duscht, steigt in den Bus und fährt zurück.
Aachen. Knapp 23.000 Zuschauer hat 1860 München im Schnitt zu den bislang 16 Heimspielen in der Allianz-Arena begrüßen können. Am Sonntag werden darunter auch bis zu 4000 Zuschauer mit schwarz-gelben Trikots, Schals und Fahnen sein.
Aachen. Im Abstiegs-«Endspiel» bei 1860 München zählt für Fußball-Zweitligist Alemannia Aachen am Sonntag nur ein Sieg. Sollte der Mannschaft von Trainer Ralf Aussem das gelingen, braucht sie aber Schützenhilfe von Aufsteiger Eintracht Frankfurt, der gegen den Karlsruher SC antritt.
Aachen. Sollte jemand auf die überflüssige Idee kommen und einen Spieler der Saison am Tivoli küren wollen, Tobias Feisthammel wäre neben Boy Waterman, Kim Falkenberg oder Aimen Demai einer der ganz wenigen Kandidaten.
Aachen. Aus dem Kader verlautet, dass sich nach dem Sieg gegen den Karlsruher SC eine «Mini-Euphorie» entwickelt habe. Aber sie wissen auch: Mit einem weiteren Erfolg am letzten Spieltag bei 1860 München (Sonntag, 13.30 Uhr) alleine ist es für Alemannia Aachen immer noch nicht getan.
Aachen. Vermutlich gibt es keinen Verein, der derzeit mehr offene Stellen am schwarzen Brett ausgeschrieben hat. Manager, Trainer, Spieler - für jeden Fußball-Interessenten ist in Aachen etwas dabei. So ein suchender Verein lockt natürlich die Kandidaten an wie das Licht die Motten.
Aachen. Kurz vor Spielbegann spendeten die Lautsprecher Trost: Alemannias Hymne knarzte, und tausende Fans stimmten mit ein. Eine gute Portion Melancholie durchflutete das Stadion. Es hätte das letzte Mal für lange Zeit sein können, dass Jupp Ebert sein Lied in der 2. Liga vorträgt. Hätte.
Aachen. Alemannia Aachen hat die Minimalchance auf den Klassenverbleib gewahrt und die Not beim Karlsruher SC vergrößert. Im «Abstiegs-Endspiel» der 2. Fußball-Bundesliga gegen den Tabellen-Drittletzten setzte sich das Schlusslicht aus Aachen mit 1:0 (1:0) durch.
Aachen. Immer noch gibt die Liga ihre Rekordmannschaft nicht her. Auch mit läppischen vier Siegen nach 32 Spieltagen ist Alemannias Rettung durch die Hintertür Relegation noch möglich. Zwingend sind zwei Siege, morgen gegen Karlsruhe und eine Woche später bei 1860 München. Ein Gespräch mit Trainer Ralf Aussem.