Wieder zurück zum Fußball mit Emotionen

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
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Eine spannende Frage: Wen wird Mannschaftskapitän Cristian Fiel als neuen Alemannia-Trainer begrüßen dürfen? Foto: imago/Dünhölter

Aachen. Tag 2 nach der Trennung: Der bisherige Cheftrainer Jürgen Seeberger schaute noch mal an der Krefelder Straße vorbei und verabschiedete sich, der bisherige Assistenz-Coach Willi Kronhardt richtete ein paar Worte in neuer Funktion an die Fußball-Profis von Alemannia Aachen und leitete seine ersten zwei Einheiten.

Und Sportdirektor Andreas Bornemann nahm die Suche auf nach dem Seeberger-Erben. Einen „Schnellschuss” soll es nicht geben, aller Voraussicht nach trägt Interimslösung Kronhardt am Sonntag im Spiel bei Rot-Weiß Oberhausen die Verantwortung.

Die Kandidaten-Liste wird nicht gerade kürzer, bei „Ede” Becker (zuletzt Karlsruher SC) ist längst nicht Schluss, während Volker Finke (Urawa/Japan) schon mal kein Interesse signalisiert hat.

Zu den jüngsten Entwicklungen am Tivoli äußert sich nun Cristian Fiel, 29. Der Kapitän über...

...den Gang des Mannschaftsrates zur Sportlichen Leitung:

Es kommt öfters vor, dass man sich mit dem Sportdirektor austauscht. Diesmal war aber eine Unzufriedenheit da nach den letzten Leistungen und somit der Zeitpunkt gekommen.

...den Ursprung der Unzufriedenheit:

Man muss die Dinge doch mal beim Namen nennen: So ´ne zweite Halbzeit wie gegen Frankfurt, damit kann man nicht zufrieden sein. Die letzten Spiele überhaupt waren nicht so, wie wir uns das alle vorstellen und gerne hätten. Das muss man hinterfragen. Und in erster Linie ist nun mal der Trainer verantwortlich.

...das logische Ende einer Entwicklung, die sich schon lange abgezeichnet hatte:

Sind wir doch ehrlich: Das letzte richtig überzeugende Spiel ist eine Weile her. Ich denke schon, dass das Ganze das Ergebnis einer Entwicklung ist. Und da hat die Sportliche Leitung das Gespräch mit der Mannschaft gesucht. Die Konsequenzen, die sich daraus ergeben haben, lagen nicht in den Händen der Mannschaft.

...konkrete Mängel:

Es bleibt natürlich unter Sportlicher Leitung und Mannschaftsrat, was gesagt wurde. Wir haben sehr offen mitgeteilt, wie wir die Situation einschätzen. Jeder hat doch gesehen, was auf dem Platz passiert ist. Dass da nicht alles stimmt, musste doch klar sein. Wir sind uns aber auch darüber bewusst, dass jetzt mit einem neuen Trainer nicht alles von alleine geht. Wir stehen zu 100 Prozent in der Pflicht und müssen zusammen da raus kommen.

...die Hoffnung auf einen Schub:

Wenn man was ändert, verspricht man sich natürlich davon, dass die Unzufriedenheit verschwindet. Dass wir wieder den Fußball spielen, der hierher passt und den die Menschen sehen wollen. Ich bin ja nun etwas länger hier: Früher ging doch am Tivoli die Post ab, kein Gegner hat gerne in Aachen gespielt. Das war Fußball mit Emotionen. Da müssen wir wieder hinkommen.

...den bevorzugten Trainer-Typus:

Ob jetzt ein Trainer kommt, der Emotionen mitbringt - das müssen andere Leute entscheiden.
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