Aachen - Waterman geht selbstbewusst in die Partie am Samstag

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Waterman geht selbstbewusst in die Partie am Samstag

Von: Roman Sobierajski
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Alemannias Ballfänger Nr. 1:
Alemannias Ballfänger Nr. 1: der Niederländer Boy Waterman. Foto: imago/Jereczek

Aachen. Diesmal ist Aachens Torhüter Boy Waterman, anders als gegen Hansa Rostock, als der 27-Jährige in den letzten Spielminuten das Unentschieden festhielt, eindeutig zu spät gekommen: Gefragt war diesmal allerdings auch keine glanzvolle Parade oder eine blitzschnelle Reaktion, sondern ein Gang auf die Toilette.

Aufgehalten durch eine unangemeldete Trainingskontrolle der Dopingfahnder, erschien Waterman 20 Minuten nach dem verabredeten Termin. Und das Ergebnis? „Da habe ich keinerlei Befürchtungen”, erklärt der Niederländer grinsend.

Befürchtungen hat Waterman, der in den Niederlanden als einer der besten Torhüter seiner Generation galt, auch nicht angesichts der prekären Tabellensituation und der für einen Schlussmann wenig schmeichelhaften Bilanz von acht Gegentoren nach fünf Spielen. „Sollten wir nach dem achten, neunten Spieltag immer noch da unten drinstehen”, sagt der 27-Jährige und strahlt dabei eine ordentliche Portion Gelassenheit aus, „dann müssen wir bestimmt anfangen, uns ernsthafte Gedanken zu machen. Aber nicht zum jetzigen Zeitpunkt.”

Keine großen Unterschiede

Mit der gleichen Bestimmtheit hat Waterman, der in der niederländischen Ehrendivision für den SC Heerenveen und AZ Alkmaar das Tor hütete und zuletzt an Ligakonkurrent De Graafschap ausgeliehen war, auch seinen Stammplatz im Tor der Schwarz-Gelben eingenommen. Größere Eingewöhnungsprobleme gab es für den 1,88-Meter-Mann nicht: „Es gibt eigentlich keine großen Unterschiede zwischen der Ersten Liga in Holland und der Zweiten Bundesliga”, zieht Waterman den Vergleich zwischen den beiden Fußballwelten. „Hier spielen wir ein höheres Tempo, aber das Niveau ist eigentlich das gleiche.”

Das Tempo ist ein anderes, aber sicher auch die Erwartungen, mit denen der 27-Jährige den geplanten Traumurlaub auf Bali abgesagt hat und zum aktuellen Schlusslicht der Tabelle gekommen ist. „Natürlich haben wir uns als Mannschaft zusammengesetzt und nach den Ursachen gesucht”, räumt Waterman ein. „Aber man kann reden, reden und nochmal reden, das bringt es nicht. Man muss es eben auf dem Platz zeigen.”

Acht Mal musste Waterman bereits in der Liga hinter sich greifen, dreimal beim Pokalaus gegen den Karlsruher SC, das Selbstbewusstsein hat darunter allerdings nicht gelitten: „Das ist das Schlimme daran, Torhüter zu sein. Die Fehler werden gemacht, und als Keeper sieht man dann schlecht aus.” Dabei hat Waterman für „seinen” Trainer Hans Spillmann nur Lob übrig: „Von unserem Torwarttrainer kann ich wirklich viel lernen und mich noch verbessern. Das war in der vergangenen Saison bei meinem alten Verein ganz anders.”

Und die Prognose für das heutige Spiel gegen die ungeschlagenen Fortunen? „Düsseldorf ist eine konterstarke Mannschaft”, schätzt Waterman nach dem Videostudium ein. „Aber nach dem Spiel wird beim Torverhältnis immer noch eine Acht stehen”, meint der Torwart selbstbewusst: „Und wir werden drei Punkte mehr auf dem Konto haben.”

Norbert Meier: „Das wird ein echter Charaktertest.”

Unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen der beiden Mannschaften nicht sein: Das Team von Norbert Meier hat saisonübergreifend 13 Pflichtspiele in Folge nicht mehr verloren. Die Alemannia hat dagegen Ende April zum letzten Mal drei Punkte auf dem Tivoli eingefahren und ist nun bereits seit sieben Spielen in Folge ohne Sieg.

Düsseldorfs Trainer warnt aber davor, das Heimteam zu unterschätzen: „Es reicht nicht, nur ein bisschen Fußball zu spielen, wir müssen eine sehr gute Leistung abrufen.” Die Aachener Situation ist Meier nicht unbekannt: Düsseldorf blieb in der vergangenen Saison sechs Spiele punktlos. „Das wird ein echter Charaktertest”, warnt Meier.

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