Aachen - Vom kleinen Fan zum „Doppelverdiener”

Vom kleinen Fan zum „Doppelverdiener”

Von: Klaus Schmidt
Letzte Aktualisierung:
Fingerzeige: Robert Leipertz f
Fingerzeige: Robert Leipertz feiert mit Florian Müller (von links), Kai Schwertfeger und Marcel Heller. Foto: imago/Eibner

Aachen. Im Hause Leipertz war es immer guter Brauch, zum Fußball von Jülich nach Aachen zu fahren, an den alten Tivoli noch, vor dem die Gegner Respekt hatten. Der kleine Robert wurde so zum Fan, lange bevor der Traum in Erfüllung ging, eines Tages selbst das schwarz-gelbe Trikot überzustreifen.

Vor acht Tagen nun schoss dieser Robert, inzwischen 19, sein erstes Profitor für Alemannia und konnte es selbst kaum fassen. „Man stellt sich das immer vor, aber wenn es dann so weit ist . . .” Robert Leipertz blieb in diesem Moment in Heidenheim erst mal stehen, „weil ich nicht wusste, wo ich hin sollte” mit diesem Glück.

Seit 2008 kickt Leipertz bei Alemannia. Schon als Bambino bei Rasensport Tetz bevorzugte er das Toreschießen. In dieser Disziplin brachte es der beidfüßig arbeitende Stürmer vergangene Saison zu einem herausragenden Leistungsnachweis: mit 18 Treffern in 24 Spielen bundesweit zweitbester A-Junioren-Schütze, dazu Top-Scorer. Er hatte „damit geliebäugelt”, im Sommer einen Profivertrag zu erhalten. Als Uwe Scherr dann tatsächlich um die Ecke bog, „war es schon eine Überraschung”.

Seine Drittliga-Premiere feierte Robert Leipertz im letzten Spiel von Ralf Außem (1:3 bei den Stuttgarter Kickers). Der neue Chefcoach René van Eck schätzt an der Nummer 13: „Die Technik. Die körperliche Robustheit. Aber Robert kann noch an seiner Ausstrahlung arbeiten. Ich glaube, er weiß noch gar nicht, was er für Fähigkeiten hat.” In Heidenheim gehörte Leipertz neben Albert Streit und Florian Müller zum ständig rochierenden Angreifer-Trio, daran wird sich auch heute (14 Uhr) gegen den Halleschen FC nichts ändern.

Über seine bevorzugte Position ist sich der Jung-Profi selbst noch nicht im Klaren. „Es gab Spiele, da war ich auf Außen besser, und Spiele, wo ich durch die Mitte stärker war.” Leipertz ist nebenher mit sechs Treffern bester Schütze der U 23. „Ich nehme jede Spielpraxis gerne mit, versuche aber, mich oben festzubeißen.” Als „Doppelverdiener” hat Leipertz im Verein eine Ausbildung zum Sport-Fitness-Kaufmann begonnen und durchläuft die Abteilungen, zuletzt Fanshop, ab Montag Presse. Vielleicht schreibt er dann eine Mitteilung in eigener Sache - „Leipertz, der Mann des Tages”.

So könnten sie spielen: Melka - Weber, Olajengbesi, Herröder, Baumgärtel - Heller, Schwertfeger, Kefkir - Müller, Streit, Leipertz

Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen)

Punktspielbilanz gegen Halle: bisher keine Duelle

TV: ab 16.50 Uhr im WDR


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