Aachen - Vertraut Krüger den jungen Wilden das Mittelfeld an?

Vertraut Krüger den jungen Wilden das Mittelfeld an?

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
junglas21
Nicht zu bremsen: Manuel Junglas (rechts) gegen den Münchner Radhouane Felhi. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Einen deutlicheren Sieg schaffte Alemannia Aachen in dieser Saison nur im ersten (Test-)Spiel: Landesligist Hertha Walheim wurde Anfang Juli 4:0 besiegt.

Das schmälert den 4:1-Erfolg sechs Monate später über Roda Kerkrade keineswegs. Walheim ist Landesligst, Roda immerhin niederländischer Erstligist. Und Alemannia?

Ein Zweitligist, der „möglichst viele Punkte holen will in der Rückrunde”, damit die Wunden der Vorrunde verheilen. Den unerwartet schwungvollen Test wollte Trainer Michael Krüger dennoch nicht sonderlich überbewerten. Aber vier Tore hat Alemannia in der Hinrunde noch gegen keinen Gegner erzielt. Vielleicht liegt das Sturmhoch „Alemannia” auch daran, dass der Klub nun doch bei der Stürmersuche fündig geworden ist. In den eigenen Reihen.

Das letzte Spiel in Duisburg reichte aus, um aus Babacar Gueye wieder einen Stürmer zu machen. Der Afrikaner wurstelte sich zuvor auf dem linken Flügel durch die Hinrunde. Dabei hätte ein Blick in seine Vita das Rätsel schon vor Monaten lösen können. Gueye war immer ein Angreifer, wenn auch mit überschaubarer Torausbeute.

Jetzt versucht das bislang so sturmschwache Aachen die Kräfte im Angriff zu bündeln. Um den gesetzten Auer spielt Gueye herum mit einigen Freiheiten. „Wenn Patrick Milchraum in den letzten Monaten so gespielt und trainiert hätte wie derzeit, hätte ich Babacar schon eher erlösen können”, sagt Trainer Krüger. Der bislang so unkonstante Patrick Milchraum gilt vorerst als kleiner Gewinner einer knappen Vorbereitung.

Milchraum wird am Freitag gegen Karlsruhe im linken Mittelfeld beginnen, über seine Mitspieler kann noch ein paar Tage spekuliert werden. Am frostigen Freitag begannen die Shooting-Stars Manuel Junglas und Kevin Kratz in der Zentrale, abgelöst von den etablierten Thorsten Burkhardt und Cristian Fiel. Lässt Krüger die jungen Wilden los, die ihre Stärken in der Balleroberung, im Zweikampf haben? Oder vertraut er den erfahrenen Spielern, die an guten Tagen ein Spiel lenken und den Rhythmus einer Mannschaft bestimmen können? Selbst der Kapitän kann nicht sicher sein, dass er seinen Stammplatz behält. Die jungen Spieler wie der agile Kevin Kratz machen ihre Ansprüche auf dem Spielfeld deutlich.

Nach dem Spiel gegen Walheim gab der 22-Jährige das erste Etappenziel vor. Er wolle möglichst oft zum Kader gehören. Nach der Partie gegen Kerkrade hörte sich schon selbstbewusster an: „Ich will so oft wie möglich in der Rückrunde spielen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert