Traumtor auf dem neuen Tivoli

Von: Klaus Schmidt
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Ein historisches Bild: Der erste Einmarsch auf dem neuen Tivoli. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wie gut, dass selbst die größten Internet-Junkies unter den Alemannia-Fans nicht regelmäßig auf die Homepage von Lierse SK klicken. Da hätten sie den schönen Hinweis gefunden, dass der belgische Fußball-Zweitligist am Mittwochmittag in Aachen testet - und wohl einige organisatorische Probleme an der Krefelder Straße vom Zaun gerissen.

Doch so ging der Plan auf: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit lief die sportliche Generalprobe auf dem neuen Tivoli, fünf Tage vor der Premiere gegen den FC St. Pauli, und Trainer Jürgen Seeberger war zufrieden. „Der Rasen ist sehr gut, die Umgebung fantastisch, wir haben einen Rückstand aufgeholt und die ersten zwei Tore im neuen Stadion geschossen.”

Beim 2:2 nahm sich allerdings der Gast die Freiheit, den ersten Treffer in Aachens neuem Fußball-Tempel zu erzielen. Mohammed El Gabas (24.) vollendete einen Konter, Ahmet Samir (52.) erhöhte gar für den einstigen Meister und Pokalsieger. Ein paar Zuschauer mehr als die pausierenden Bauarbeiter hatte Alemannias Tor-Premiere verdient: Szilard Nemeth drosch den Ball volley mit seinem (schwachen) linken Fuß vom Strafraumeck lang in den Winkel (60.). „Schade, dass nicht schon Montag war”, bedauerte der Slowake, der drei Minuten später mit dem Außenrist auch für den Ausgleich sorgte.

Ohne Mirko Casper (Knieprobleme) und Andreas Lasnik, der am Abend auf eigenen Wunsch in der U23 bei Eric van der Luer spielte, vergab Alemannia manch passable Chance, was Seeberger ebenso auf die Mängelliste setzte wie „ein paar Abwehrschwächen”. Lukasz Szukala quittierte seinen rumorenden Magen mit der frühen Auswechslung und einem flotten Marsch in die gekachelten Räume der Spielerkabine.

Und dann war da noch der 45-Minuten-Gastauftritt von Florian Jungwirth (1860 München). „Man hat gesehen, dass er gut ausgebildet ist”, urteilte Jürgen Seeberger - und legte in die selbst gestellte Frage „Wie weit ist er wirklich?” schon die Antwort hinein. Außerdem: „Mit 1,81 gehört er nicht zu den Größten”, was für Innenverteidiger im Duell mit Sturm-„Kanten” zum Problem werden kann. Jungwirth stieg wieder in den Flieger - als einer, der den neuen Tivoli einweihte.

Alemannia: Stuckmann (46. Unger) - Müller (46. Schattner), Szukala (33. Korte), Olajengbesi (46. Junglas), Achenbach (46. Jungwirth) - Adlung, Burkhardt (46. Kratz), Fiel (46. Nemeth), Milchraum (46. Daun) - Gueye (46. Oussalé), Auer (46. Özgen)
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