Aachen - Suche geht weiter: Thurk zu teuer, Torghelle realistischer?

Suche geht weiter: Thurk zu teuer, Torghelle realistischer?

Von: Bernd Schneiders
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sandor torghelle
Die realistischere Alternative? Der Vertrag des ungarischen Stürmers Sandor Torghelle (hier im Nationaldress gegen die DFB-Auswahl) mit Fortuna Düsseldorf, Alemannias Gegner am kommenden Samstag, wurde aufgelöst und ihm ein Handgeld von rund 50.000 Euro gezahlt. „Das ist einer, der jedem Gegenspieler wehtut”, sagt Hyballa. Foto: Patrik Stollarz, ddp

Aachen. Der Countdown läuft für die nächste Gelegenheit, den Wendepunkt in Alemannias sportlicher Talfahrt zu schaffen - gegen Fortuna Düsseldorf. Womöglich mit der alten Besetzung. „Wenn wir keinen finden, haben wir eben keinen”, bleibt Peter Hyballa trotz allen Drucks gelassen.

Mit wenig Geld gleich einen Soforthelfer oder gar Retter zu bekommen, ist nicht einfach. Mittlerweile hat sich auch für Alemannia bestätigt, dass ein Transfer von Michael Thurk aus diesem Grund illusorisch ist, obwohl dem Trainer genau solch ein Typ mit all seiner Emotionalität vorschwebt. „Er ist nicht finanzierbar”, weiß Hyballa, auch wenn er weiterhin betont, dass „wir noch mit keinem Spieler gesprochen haben”.

Emotionalität besitzt auch Gerald Asamoah, ob allerdings Alemannia Zeit hat, den gebürtigen Ghanaer erst noch fit zu machen, ist die Frage. „Ich will einen, der schon was erlebt hat und im Saft steht.” Die Kurzbeschreibung: „Tempo, Durchschlagskraft, Emotionalität”. Und dann könne er auch akzeptieren, wenn der neue Typus „ein Tattoo auf dem Hintern hat”.

Realistischer könnte da schon ein Mann wie Sandor Torghelle sein. Der Vertrag des ungarischen Stürmers mit Fortuna Düsseldorf, Alemannias Gegner am kommenden Samstag, wurde aufgelöst und ihm ein Handgeld von rund 50.000 Euro gezahlt. „Das ist einer, der jedem Gegenspieler wehtut”, sagt Hyballa. Was die Position betrifft, ist Hyballa nicht festgelegt. Es könne ein Stoßstürmer mit Knipser-Mentalität sein oder ein „Stieber-Verschnitt”, der etwa Benny Auer mit Flanken füttert.

Mit Fabian Bäcker hatte Alemannia geglaubt, im Sturm mehr Tempo zu bekommen. Aber der Neuzugang von Borussia Mönchengladbach wird und wird nicht richtig fit. Derzeit muss er erneut eine Trainingspause einlegen. Der 21-Jährige hat sich beim Spiel der U 23 gegen Schermbeck das Außenband im linken Knie gezerrt. Zuvor hatte sich der Stürmer bereits mit Problemen an der Patellasehne herumgeschlagen. Am Dienstag und Montag musste auch Benny Auer mit dem Training aussetzen. Alemannias Kapitän leidet unter einer Magenverstimmung. Hyballa aber geht davon aus, dass er heute wieder mit dabei ist. Ebenso wie Anouar Hadouir. Der Neuzugang hatte Probleme mit dem Hüftmuskel.

Es besteht Handlungsbedarf, das weiß Hyballa nur zu genau. „Da muss man nur auf die Statistik schauen. Nur ein Tor - und das von einem Verteidiger...” Ein neuer Stürmer wäre naheliegend, wenn der junge Trainer auch mehrere „Lösungen” aufzählt: „Du kannst mit den Spielern Pizza essen gehen, das System wechseln oder eben auf dem Spielermarkt tätig werden.”

Dort findet man derzeit auch den Namen Rob Friend, den Aufsteiger Hertha BSC gerne ausleihen würde. Der Kanadier erfüllt zwar nicht den Tempo-Anspruch Hyballas, wirkt allerdings von seiner Spielart her fast wie die Reinkarnation von Sportdirektor Eric Meijer. Kopfballstark, aggressiv, weder sich noch die Gegenspieler - Torhüter inklusive - schonend, kann den Ball abschirmen, bis die Mitspieler aufrücken.

Ein idealer Zweitliga-Spieler, normalerweise auch zu teuer für die klamme Alemannia. Es sei denn, die Berliner beteiligen sich am Gehalt. Schwierig wirds, wenn finanzkräftigere Konkurrenten auftauchen. Eintracht Frankfurt soll ein Auge auf Friend geworfen haben, Dynamo Dresden auf Torghelle.
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