Spezialdisziplin: Tore kurz vor Toresschluss

Von: pa
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Kopfsache: Marcus Hoffmann (r.) und Kevin Behrens klären gegen Lottes Schmidt. Foto: Birkenstock

Aachen. Eines wollte Michael Boris am Ende noch loswerden. „Alemannia kann stolz auf seine Fans sein, die hier so ein tolles Spektakel veranstaltet haben.“ Das Kompliment zählt umso mehr, weil der Coach der Sportfreunde Lotte gerade mit sich und seiner unverändert sieglosen Mannschaft beschäftigt ist.

Boris haderte am Tivoli heftig mit der Gerechtigkeit seiner favorisierten Sportart. Wieder hatte sein Team, das eigens ein Trainingslager vorab organisierte, ein starkes Spiel gezeigt, wieder war den Männern die Belohnung kurz vor dem Ziel entrissen worden. „Alemannia schießt zwei Mal aufs Tor und schafft einen Treffer, aber darum lieben wir ja diesen Sport so sehr“, merkte Boris ironisch an.

Auch sein Berufskollege Peter Schubert freundete sich mit dem eher glücklichen 1:1 und dem Punktgewinn nur langsam an. Wieder war seine Mannschaft nach einem Rückstand zurückgekommen. Späte Tore werden zu einer Art Spezialdisziplin der Mannschaft.

Seit zwölf Spieltagen unbesiegt

Seit zwölf Partien ist Alemannia seit Saisonbeginn (inklusive sechs Vorbereitungspartien) ungeschlagen. Aber Schuberts Team war schon deutlich besser unterwegs in dieser Spielzeit. Lotte überließ Alemannia bereitwillig den Ball, um dann bei den Anspielen in die Schnittstellen durchaus robust zuzuschnappen. Die Aachener wichen zurück, verloren zu viele Zweikämpfe. „Wir wollten selbstbewusst einen angeschlagenen Gegner früh attackieren. Diesen Plan haben wir in keiner Phase umgesetzt. Lotte hat ein starkes Spiel gezeigt, zumal, wenn man bedenkt, in welcher Situation sie sind“, analysierte Mittelfeldspieler Tim Jerat treffend.

Seine Mannschaft fand keinen Ryhthmus an diesem Tag, was auch an der Abwesenheit von Aimen Demai gelegen hat. „Wir haben vor allen Dingen in der ersten Halbzeit zu langsam und zu behäbig gespielt, insofern ist das eher ein Punktgewinn heute“, urteilte Torschütze Dennis Dowidat am Ende des Abends.

In der Form ist Aachen noch keine Spitzenmannschaft, ohnehin gibt es diesen Anspruch vorerst nicht am Tivoli trotz des gelungenen Stapellaufs in die neue Saison. Die Trainer bekamen allerhand Video-Material für die Arbeit in dieser Woche geliefert. „Wir müssen wieder mehr an den Basics wie Konzentration oder grellige Zweikampfführung arbeiten“, kündigte Schubert an. „Wir müssen uns noch stärker gegenseitig pushen und anfeuern.“ Die Übungswoche ist verkürzt, am Samstag steht der Ausflug nach Wiedenbrück an. Ob Kapitän Demai, dessen Wade wieder einmal zwickt, mit auf die Reisen gehen kann, ist bislang offen.

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