Sieger des „AachenCups“ winkt Extra-Portion Printen

Von: pa
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Am Mittwoch kommen ehemalige Weggefährten nach Aachen, um Alemannia Aachen beim „AachenCup“ unter die Arme zu greifen. Archivbild: imago/Sven Simon
Randale
Fans schlugen beim Ligaspiel in Münster erneut über die Stränge. Kurz vor Spielende versuchten einige Anhänger, in den benachbarten Preußenblock zu gelangen. Foto: osnapix

Aachen. Vor fast drei Jahren musste eine neue Vitrine für den Pokal her, der fast größer ist als Willi Landgraf (1,66 Meter). Die mannshohe Trophäe steht am Tivoli im Eingangsbereich auf dem Weg in die Sportabteilung – aufpolierte Erinnerung an bessere Zeiten.

Alemannia gewann den „Derbycup“ durch ein 1:0 über Fortuna Düsseldorf und ein überzeugendes 2:0 gegen Bayer Leverkusen. Die Mannschaft des Turniersiegers ist längst pulverisiert. „Derbycup“ war gestern, heute ist „AachenCup“ in gleicher Besetzung.

Die Wege der Teams haben sich getrennt, Alemannia ist in der 3. Liga gestrandet, es droht aktuell der nächste Abstieg. Und die ehemaligen Weggefährten kommen bereitwillig nach Aachen, um dem insolventen Klub unter die Arme zu greifen. Die Bundesligisten rücken mit voller Kapelle an. Bei Leverkusen fehlen nur die Nationalspieler, dagegen werden Schwaab, Castro, Wollscheid, Reinartz, Rensing, Hegeler, Sam, Rolfes und Kießling auflaufen.

Alemannia startet um 19.30 Uhr gegen Düsseldorf, bestreitet um 21.30 Uhr die finale Partie gegen Leverkusen. 5000 Eintrittskarten sind verkauft.

Chefcoach René van Eck will in den Halbzeiten zwei unterschiedliche Teams aufbieten. Die Spieler können sich nachhaltig empfehlen für den Liga-Alltag am Samstag bei Wacker Burghausen. „Jeder kann sich zeigen und mich überzeugen.“ Der Trainer plant in Bayern, das Team auf mehreren Positionen zu ändern. Die Alternativen sind wieder da. Kapitän Sascha Herröder kehrt zurück. Kristoffer Andersen und Armand Drevina fehlen am Mittwoch noch beim Blitzturnier, sollen am Samstag aber im Gegensatz zu Mario Erb wieder einsatzbereit sein.

Einen überdimensionierten Pokal wird es Mittwochabend nicht geben. Bescheidenheit ist beim Veranstalter zwangsverordnet. Dem Sieger winkt eine Ladung Aachener Printen.

Und fernab des Sports müssen sich die Verantwortlichen wieder einmal mit anderen Dingen beschäftigen, nachdem Fans beim Ligaspiel in Münster erneut über die Stränge schlugen. Eine unendliche wie unfassbare Geschichte. „Wir werden mit aller Härte gegen Gewalt- und Straftäter vorgehen“, kündigte Sachwalter Rolf-Dieter Mönning nicht zum ersten Mal an. „Die Gewalttäter erhalten Hausverbot am Tivoli und werden von uns für alle anfallenden Kosten zur Rechenschaft gezogen. Es kann nicht sein, dass ein paar Kriminelle die Sanierung und damit den Fortbestand des Vereins gefährden.“ Der Jurist forderte alle „echten Fans“ auf, sich weiter klar gegen Gewalt und Rassismus zu positionieren. Bei den Opfern der Ausschreitungen vom Wochenende entschuldigt sich der Klub öffentlich.

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