Sieg im Elfmeterkrimi: Aachen wirft auch Frankfurt aus dem Pokal

Von: Morten Ritter, dpa
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DFB-Pokal Alemannia Aachen - Eintracht Frankfurt
Der Frankfurter Pirmin Schwegler (Mitte) sieht die rote Karte von Schiedsrichter Michael Weiner. Foto: dpa

Aachen. Alemannia Aachen bleibt dank Benjamin Auer der Spezialist für Favoritenstürze im DFB-Pokal und darf sich nach dem dramatischen Einzug ins Viertelfinale auf ein zusätzliches Weihnachtsgeld freuen.

Der Tabellenzehnte der 2. Fußball-Bundesliga bezwang am Dienstag den Erstligisten Eintracht Frankfurt mit 5:3 (1:1, 0:0, 0:0) im Elfmeterschießen und steht damit erstmals seit 2007/08 wieder in der Runde der letzten acht Mannschaften. Auer verwandelte den entscheidenden Elfmeter. Unglücksrabe der Eintracht war Alexander Meier, der seinen Schuss in den Aachener Nachthimmel setzte.

Vor 32.160 Zuschauern im ausverkauften Aachener Tivoli erzielte nach torloser regulärer Spielzeit Marco Höger (93.) die Führung für die Gastgeber, die sich in der Runde zuvor gegen den FSV Mainz 05 durchsetzen konnten. Der eingewechselte Martin Fenin (99.) hatte für den Favoriten ausgleichen können. Sein Teamkollege Pirmin Schwegler sah wegen einer Notbremse die Rote Karte (15.). Mit dem fälligen Foulelfmeter scheiterte Höger an Eintracht-Torhüter Ralf Fährmann. Im Elfmeterschießen konnte er keinen der fünf Aachener Versuche parieren.

Die Frankfurter, die mit vier Cup-Siegen zu den erfolgreichsten deutschen Pokalteams zählen, traten beflügelt von dem Erfolg gegen Borussia Dortmund zunächst selbstbewusst auf und übernahmen von Beginn an die Initiative. Trainer Michael Skibbe hatte seine Startformation auch wegen großer Personalsorgen nicht verändert. Torjäger Theofanis Gekas hatte bereits nach acht Minuten die Chance zum Führungstreffer, verzog aber knapp.

Die Gastgeber, die ebenfalls auf insgesamt zehn verletzte Profis verzichten mussten, hatten ihre erste Möglichkeit nach 14 Minuten durch Babacar Gueye, der von Schwegler im Strafraum gefoult wurde. Doch Höger schoß den Strafstoß zu schwach.

Danach wurden die Gastgeber aber stärker und hatten durch Auer eine weitere gute Gelegenheit, doch Fährmann war erneut auf Posten. Auch in Unterzahl blieben die Hessen bei Kontern gefährlich. Gekas traf in der 32. Minute nur den Pfosten, kurz vor der Pause scheiterte der beste Bundesligatorschütze aussichtsreich an Aachens Schlussmann David Hohs.

Die Aachener nutzten die Überzahl und suchten immer wieder ihre Chancen. Torjäger Auer fand im ausgezeichneten Eintracht Keeper seinen Meister (52.). Auch Gueye sorgte ständig für Gefahr in der Frankfurter Abwehrreihe. Die Gäste kamen nur noch sporadisch zu Offensivaktionen.

Die Entscheidung fiel dann erst im Elfmeterschießen/in der Verlängerung. Ausgerechnet Strafstoß-Pechvogel Höger brachte die Hausherren in Front, doch Fenin gelang der Ausgleich. Im Elfmeterschießen hatten die Aachener die besseren Nerven.
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