Aachen - Sechser fürs Mittelfeld ohne „Sechser im Lotto”

Sechser fürs Mittelfeld ohne „Sechser im Lotto”

Von: Christoph Pauli
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Gerangel unter Männern: Chris
Gerangel unter Männern: Christian Weber - links hier im Zweikampf mit Aachens Babacar Gueye - könnte Aachens Last-Minute-Zugang werden. Foto: imago/Moritz Müller

Aachen. „Einen Sechser im Lotto” hat sich Ralf Aussem am Donnerstag gewünscht. Nicht, weil Alemannias Trainer plötzlich große materielle Wünsche verspürt. Er würde das Geld in die Mannschaft investieren, die einige ihrer besten Kräfte für lange Zeit auf der Krankenstation parken muss. Mit Gewinnern kennt sich Aussem aus, er besitzt in Köln eine Annahmestelle für die Glücksscheine.

Im Berufsleben ist ihm das Glück gerade ziemlich abhanden gekommen. Aimen Demai kann in diesem Jahr nicht mehr auflaufen. Und eine Athroskopie bestätigte die Verletzung von Sascha Rösler, das vordere Kreuzband ist gerissen. Am Dienstag wird der große Blonde in Köln bei Dr. Peter Schäferhoff operiert.

Der 34-Jährige fällt vorerst ein halbes Jahr aus. Die Fortsetzung der Karriere ist zumindest gefährdet. Und auch bei Kristoffer Andersen gibt es keine Fortschritte. Der Däne fällt mit muskulären Problemen auch bei den Stuttgarter Kickers am Samstag aus, eine Kernspintomographie ergab am Donnerstag allerdings keinen Befund.

Die Mannschaft dünnt aus, sie muss auf Spieler verzichten, die sie eigentlich führen sollten. Das sind keine guten Nachrichten. Die finanziellen Möglichkeiten sind ohne den nicht ganz wahrscheinlichen Gewinn des Jackpots überschaubar, obwohl sich Alemannia über einen spektakulären Zuschauerzuspruch freut.

Manager Uwe Scherr möchte ohne den angestrebten „Sechser im Lotto” einen „Sechser fürs Mittelfeld” finden. „Wilde Sachen” will der 42-Jährige nicht machen. Gesucht wird ein Spieler, der Alemannia sofort - eventuell schon am Samstag - weiterhelfen könnte. Und das zu einem günstigen Tarif. Der große Unbekannte muss bis heute Mittag auf der Transferliste stehen.

Bis Donnerstagabend verfolgte der umtriebige Manager zwei Spuren. Christian Weber von Fortuna Düsseldorf könnte ganz gut ins Profil passen. Der Defensiv-Allrounder spielt beim Aufsteiger keine Rolle mehr, wurde zuletzt nur noch in der Regionalliga-Mannschaft eingesetzt. In Fürth, später beim MSV Duisburg oder dem AF Loria verteidigte der 28-Jährige bevorzugt auf der rechten Seite. Sein Vertrag in Düsseldorf läuft im Sommer aus.

Das gilt auch für Vasili Pliatsikas auf Schalke. Der damalige Chef-Trainer und Groß-Einkäufer Felix Magath begrüßte den 24-Jährigen im Jahr 2009 mit einem schönen Vierjahres-Vertrag. Der hoch veranlagte Grieche erlitt ein paar ernstere Verletzungen, einen guten Rhythmus hat er nie gefunden. In der letzten Saison war der etwas hitzige Pliatsikas an den MSV Duisburg ausgeliehen.

Auch aktuell wird über ein Leihgeschäft nachgedacht. Schalke räumt gerade etwas sein Spielerlager. Zuletzt wurde er mit RC Genk und Wiener Neustadt in Verbindung gebracht. „Wir sind am Ball, versuchen noch einen Spieler für Alemannia zu begeistern”, sagt Scherr am späten Abend. Der Countdown tickt noch bis Freitagmittag.
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