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Schubert und Plaßhenrich im Kampf gegen Altlasten und die Zeit

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Das Bild trügt: Für Cheftrainer Peter Schubert (rechts) und seinen „Co“ Reiner Plaßhenrich gilt es anzupacken. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Ein paar Tage Ausspannen haben sich Peter Schubert und Reiner Plaßhenrich gegönnt. Sie konnten ja nicht ahnen, dass sie nach der öffentlichen Absage durch Uwe Scherr doch noch zum neuen Trainergespann bei Alemannia Aachen ausgerufen wurden. An Abschalten ist kaum zu denken, die beiden Trainer puzzlen nahezu pausenlos ununterbrochen mit Susanne Czennia am neuen Kader.

Auch die Management-Aufgabe war so nicht absehbar. Kurzfristig hatte sich der Sportliche Leiter Uwe Scherr mit kryptischen Bemerkungen („Interne Hetzkampagne“, „persönliche Gründe“, „Seilschaften“, „Wurde wie eine Sau durchs Dorf gejagt“) vom Hof gemacht. Er und seine Familie hätten sich nicht mehr in Aachen wohl gefühlt, teilte Scherr der „Bild“ mit und vergaß dabei, dass seine Familie nie in Aachen wohnte und er ständig in die Heimat pendelte.

Die Boulevard-Zeitung hatte am Donnerstag berichtet, dass der 46-Jährige nun als Manager bei Fortuna Köln im Gespräch sei. Nach Informationen unserer Zeitung ist das Gerücht von interessierter Seite gestreut worden und eher fernab der Realität. Die nächste Pointe am Tivoli wird es kaum geben.

Wochenlang hatte Scherr nur auf die Karte Uwe Koschinat gesetzt und wertvolle Zeit verloren. Fortuna Kölns Trainer sollte nach Aachen kommen und gleich ein paar Leistungsträger mit über die A4 bringen. Nach dessen Absage war kein Plan B bei Scherr zu erkennen. Immer noch vermittelte er den Eindruck, als sei der Abstieg über Nacht am Tivoli angeflogen gekommen.

„Uns läuft ein bisschen die Zeit davon“, sagt Reiner Plaßhenrich. Aus der Ferne werden viele Gespräche telefonisch geführt. Etliche Angebote sind rausgeschickt. „Aber Namen werden wir erst nennen, wenn Verträge unterschrieben sind.“ Das wäre eine neue Vorgehensweise, denn zuletzt nannte Scherr öffentlich acht Spieler für die Regionalliga, obwohl viele Verträge da noch nicht unterschrieben waren. „Es kommt zu Verzögerungen, weil noch insolvenzrechtliche Zusatzklauseln berücksichtigt werden müssen“, sagt Klubsprecher Holger Voskuhl.

Kader mit Nachwuchs aufgefüllt

Mit 20 Feldspielen plus drei Torhütern wollen die neuen Trainer das Abenteuer Regionalliga angehen. Am Samstagmorgen um 10 Uhr beginnt die neue Ära. Die Lücken im Kader werden vorerst noch mit Nachwuchsspielern gefüllt, um den geordneten Trainingsbetrieb zu ermöglichen.

Aimen Demai wird sich nach langer Verletzung noch ein Weilchen am Tivoli fithalten, bis sich ein neuer Arbeitgeber findet. Mit den anderen Patienten Sascha Rösler und Thomas Stehle will Plaßhenrich direkt nach seiner Wiederkehr sprechen. „Wir sollten die Ruhe und Geduld bewahren“, sagt der Co-Trainer, auch wenn die Bastelarbeiten am Kader noch weitergehen. Etliche Einladungen sind ausgesprochen, die neuen Trainer wollen die Trainingsgäste selbst unter die Lupe nehmen.

Und dann gibt es ja auch noch ein prall gefülltes Fußballer-Camp der Spielergewerkschaft VDV, in dem mehr als 100 Profis auf eine Weiterbeschäftigung warten.

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