Aachen - Nach verkorkstem August: Neustart bei Alemannia

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Nach verkorkstem August: Neustart bei Alemannia

Von: Christoph Pauli
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Aachen
Ingolstadts Adam Nemec (l) und Anouar Hadouir aus Aachen kämpfen um den Ball. Foto: dpa
Schluss mit der Regionalliga?
Schluss mit der Regionalliga? Christian Weber könnte sich schon Anfang der Woche Alemannia Aachen anschließen. Foto: imago/Otto Krschak

Aachen. Der August jedenfalls hat sein Etikett schon angeheftet bekommen. Ein „Scheiß-Monat” sei das gewesen, sagt Alemannias Trainer Ralf Aussem. „Gut, dass der bald vorbei ist.” Dieser August hat sich die Schmähung verdient.

Sechsmal ist Aachen in diesen 31 Tagen gestartet, richtig gelungen war kein Auftritt. Das Team machte zuletzt den Eindruck, als seien die Memory-Karten ziemlich durcheinander geraten.

Der August musste aus gegebenenem Anlass auch zum Monat der Krücken ausgerufen werden, weil mit Aimen Demai und Sascha Rösler zwei Leistungsträger sich langfristig in Richtung Krankenstation verabschiedet haben.

Für Demai zeichnet sich Ersatz ab. Christian Weber hat Freitagmorgen seinen bis zum Saisonende laufenden Vertrag bei Fortuna Düsseldorf aufgelöst. „Wir sind sehr interessiert”, sagt Manager Uwe Scherr, der am Freitag nicht in Aachen war. „Aber ich kann noch keinen Vollzug melden.” Der könnte nächste Woche fällig werden, wenn sich die Beteiligten am Tivoli treffen.


Mit dem 28-Jährigen würde der Verein einen enorm erfahrenen Defensivspieler gewinnen. Elf Einsätze in der Bundesliga und 238 in der 2. Liga stehen im Leistungsnachweis. Zuletzt hatte Fortuna ihn in die 2. Mannschaft in die Regionalliga abgeschoben. „Wir haben ihn schon länger auf dem Zettel”, sagt Scherr.

Von Hause aus ist Weber eher ein rechter Verteidiger. „Wir haben ihn auch im Zentrum gesehen, da hat er uns überzeugt”, meint Scherr. Neben der Ruhe und Erfahrung hat Weber noch einen „guten diagonalen Ball” im Angebot, sagt Scherr.

Bei Alemannias Gastspiel bei den Stuttgarter Kickers wird er vielleicht schon interessierter Beobachter sein. Weber käme in ein Team, das sich im August eher zurückentwickelt hat.

Die Handschrift ist ziemlich krakelig geworden, spätestens seit der Heim-Niederlage gegen Kickers Offenbach ist eine „gewisse Verunsicherung” eingezogen, räumt auch der Trainer ein. „Die Situation ist nicht zufriedenstellend, wir müssen jetzt gemeinsam Lösungen finden. Da sind wird bei”, sagt Ralf Aussem.

Mit zweitem „echten" Sechser?

Gegen den Aufsteiger könnte das Team verändert werden. Kapitän Albert Streit ist eine Option für die nun vakante Position hinter den Spitzen. Als zusätzliche Querstrebe für die Defensive ist ein zweiter „echter” Sechser denkbar. Für die Position neben dem bienenfleißigen Timo Breuer kommen Sascha Marquet, Sascha Herröder oder der A-Jugendliche Dario Schumacher in Frage.

„Wir müssten mal in Führung gehen, um einen eigenen Rhythmus zu finden”, sagt der Trainer. Zuletzt war sein Team immer ein getriebenes, das regelmäßig Rückständen hinterher hechelte. Im August ist Alemannia ins langgezogene Mittelfeld der 3. Liga abgerutscht, vermutlich gibt der September zuverlässigeren Aufschluss darüber, an welches Tabellenende sich die Mannschaft orientieren kann. Anlass zu feiern gibt es definitiv am ersten Tag, wenn dieser „Scheiß-August” beerdigt ist: Der Trainer hat Geburtstag - Ralf Aussem wird heute 52 Jahre alt.
 

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