Nach Terzic-Absage: Schweres Erbe für Schubert & Co.

Von: Christoph Pauli
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Nur vorübergehend ein Neuzugang: Admir Terzic. Foto: sport/Christoph Reichwein

Aachen. Am Ende des ersten Castings am Tivoli ist der kleine Kader von Peter Schubert sogar noch geschrumpft. Die vier Testspieler Marius Müller, Tobias Meinhardt, Aleksandar Pranjes und Keeper Bruno Domici überzeugten nicht in den Einheiten.

Und ärger noch: Neuzugang Admir Terzic (von Dortmund II), der schon mittrainierte, wird doch nicht in der Regionalliga für den Verein auflaufen, für den er bis zur U 19 unterwegs war.

Die Personalie Terzic ist die neueste Volte am Tivoli. Ende Mai war er hochoffiziell als erster Neuzugang vom Klub vorgestellt worden. Der Innenverteidiger erhalte einen Zweijahresvertrag. „Er ist ein junger Spieler aus der Region, der vielseitig einsetzbar ist“, ließ sich Manager Uwe Scherr zitieren. Und auch der gebürtige Würselener kam selbst zu Wort. „Es ist eine reizvolle Aufgabe, Teil des Neuanfangs zu sein.“

„Diese Mitteilung hat uns auch sehr überrascht“, sagt Bernd Meinhardt, der Terzic betreut. Man habe klare Absprachen getroffen, ein Vertrag sei entworfen, aber nie unterschrieben worden. Dann war Ansprechpartner Uwe Scherr nicht mehr am Tivoli, und die Verhandlungen gingen weiter. Es tauchten immer neue Ideen auf, so dass Peter Schubert am Montagabend die Notbremse zog, als sich der Spieler noch einmal eine zweitägige Beratungszeit erbat. „Wir verpflichten nur Spieler, die sich zu 100 Prozent mit Alemannia und der Situation identifizieren“, sagt Schubert. Weiteres Pech für Terzic: Im Training zog er sich eine Knöchelverletzung zu.

Schubert und seinem Assistenten Reiner Plaßhenrich dämmert es, dass es im Verein viel mehr Baustellen gibt, als das zunächst absehbar war. Nicht nur das Nachwuchsleistungszentrum ist ziemlich verwaist, weil Scherr nach eigener Auskunft die Zeit dafür fehlte. Jetzt springen auch noch Spieler ab, die man fest auf dem Zettel hatte.

Der scheidende, am Dienstag nicht erreichbare Manager, der seit seiner Abschiedsankündigung nur noch einmal im Büro war, war auch in anderen Fällen merkwürdig vorgeprescht. Vor zwei Wochen hatte er die Zusage von acht Spielern bekanntgegeben. Auch das war voreilig, weil drei Verträge damals noch nicht unterschrieben waren. Inzwischen sind die Insolvenzklauseln, die den Verzug erklären, eingebaut, die Kontrakte haben Rechtskraft.

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