Nach Rückstand zurückgekommen: Alemannia gewinnt 2:1

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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In Jubelpose: Dennis Dowidat traf gegen Köln II doppelt. Foto: Martin Ratajczak
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Wieder ein starker Antreiber: Sascha Marquet. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Zehn Minuten nach Spielende war Alemannias Kabine immer noch verwaist. Die Mannschaft feierte mit 7500 Zuschauern (darunter sieben Kölner Anhänger) den hochverdienten 2:1–Erfolg über die Zweitvertretung des Zweitligisten.

Der Erfolg war ein unnötiger Kraftakt, die Mannschaft musste einen Rückstand umbiegen, bewältigte aber auch erstmals in dieser Saison diese Disziplin, weil erneut Dennis Dowidat doppelt traf. Der kleine Mittelfeldspieler hat bislang alle drei Heimtreffer am Tivoli erzielt.

Peter Schubert hatte die Mannschaft wie erwartet neu geordnet: Für die gesperrten Hackenberg und Krasniqi rückten Lünenbach und Yoshihara ins Team, auch Sangare kehrte zurück. Die Mannschaft spielte mit viel Elan auf die große Fanwand. Aber sie war nicht sonderlich gefährlich, im letzten Drittel der ersten Hälfte war die Fehlerquote zu hoch.

„Wir sind ja ohnehin ein zusammengewürfelter Haufen“, grinste Dowidat nach Spielende. „Da machen sich Umstellungen sofort bemerkbar.“ Im Spielaufbau knirschte es eine Halbzeit lang, Abschlüsse gab es kaum. Sangares Spiel war zu schnörkelhaft, Yoshiharas Spiel war zu körperlos. Der Japaner hatte noch die beste Möglichkeit, als er einen Dowidat-Freistoß per Kopf knapp am Tor vorbeilenkte (27.).

Aachens Torhüter Frederic Löhe sah das Spiel nur aus der Ferne, die harmlosen Gäste waren selten unternehmungslustig, die Hausherren ließen nichts zu. Die Alarmglocke wurde erst nach 33 Minuten geläutet, als die kleinen Geißböcke einen Freistoß knapp hinter der Mittellinie zugesprochen bekamen. Besonders gefährlich war die Distanz nicht, aber bei ruhenden Bällen sind die Aachener ausgesprochen anfällig in dieser frühen Saisonphase.

Die Flanke schwebte heran, wie schon am Wochenanfang in Lippstadt patzte Kris Thackray, und Jannis Nikolaou köpfte dankbar zum 0:1 ein. „Das ist die Disziplin, an der wir noch sehr intensiv arbeiten müssen“, steckte Schubert den Stundenplan für die nächsten Wochen ab. 75 Prozent der vier Gegentore hat der Absteiger nach ruhenden Bällen „fressen“ müssen. Aachen schüttelte sich, inzwischen hat das Team großes Zutrauen in die eigene Offensivstärke gewonnen. Die Mannschaft blieb ruhig und konzentriert.

Peter Schubert gelang der entscheidende Schachzug: Er tauschte Yoshihara gegen Tobias Ahrens - und Aachens Spiel nahm sofort mehr Tempo auf. Der flotte Linksaußen tankte sich durch, seinen Rückpass verwandelte Dowidat mühelos auf sechs Metern (55.). In der nächsten Aktion sprintete Ahrens seinem Gegenspieler Koray Kacinoglu davon, der Verteidiger reparierte seinen Stellungsfehler mit einem Foul – Köln musste nach dem Platzverweis (58.) die Partie zu zehnt beenden. Marquet steckte durch, und Dowidat vollendete mit einem trockenen Flachschuss aus 15 Metern zum 2:1.  Bis zur 66. Minute hatte Aachen die Partie eindrucksvoll gedreht.

Die Mannschaft hätte die Führung kontinuierlich ausbauen können, doch Sangare (68.), Dowidat (77.), Ahrens (87.) oder Moslehe (92.) scheiterten. Sie nutzten ihre Deluxe-Chancen nicht, so dass sich Aachen eher ins Ziel rettete. „Wir müssen es am Ende geduldiger ausspielen“, urteilte nicht nur Matchwinner Dowidat.  Ohne jeden Anflug von Überheblichkeit sagte der Regionalliga-Kenner aber auch nach dem guten Saisonstart: „Wir müssen uns vor keiner Mannschaft der Liga verstecken.“

Der Liveticker zum Nachlesen auf unserem Fußballportal FuPa.net.

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