Mit ihrer Leidenschaft befeuert Alemannia die Euphorie der Fans

Von: Helga Raue
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Konzentriert, laufstark, kampfbetont, voller Gier auf die drei Zähler: Alemannia und Dennis Dowidat (l.) befeuern die Euphorie der Fans. Foto: Rainer Dahmen

Aachen/Köln. Der Rheinländer an sich ist leichtlebiger als der gemeine Schwabe. Und (zu) schnell euphorisch. Doch noch mehr als der verdiente 1:0-Sieg bei Viktoria Köln und Platz drei – punktgleich mit dem Spitzenreiter – wird die Euphorie durch die Leidenschaft befeuert, mit der Alemannia Aachen im Höhenberg-Stadion agierte: konzentriert, laufstark, kampfbetont, voller Gier auf die drei Zähler, bis zur letzten Sekunde um den Erfolg fightend.

„Die Mannschaft hat demonstriert, dass sie willig ist, zu kämpfen, das war die geforderte Leidenschaft“, gönnte sich selbst Peter Schubert strahlend nach Schlusspfiff einen Moment der Euphorie.

Aachens schwäbischer Cheftrainer hatte mit Domagoj Duspara, Fabian Graudenz und Kris Thackray statt Sahin Dagistan, Rafael Garcia und Aimen Demai sein Team auf drei Positionen im Vergleich zum Heimspiel gegen Schalke (3:1) umgestellt. „Wir dachten, dass das gegen diesen Gegner besser passen würde“, so Schubert. „Wir wollten Köln von Beginn an unter Druck setzen, früh im Spielaufbau stören, das Passspiel nach Möglichkeit unterbinden.“

Das gelang, Köln hatte den Gästen spielerisch zu Beginn wenig entgegenzusetzen. Aachen war zeitweise so offensiv unterwegs, dass das angedachte 4-3-3 allenfalls in der Rückwärtsbewegung erkennbar wurde. Die mögliche Führung durch Fabian Graudenz (14.) wäre verdient gewesen.

In Hälfte zwei sah Claus-Dieter Wollitz „nur noch mein Team spielen, und ich fand, dass wir näher am Sieg dran waren“. Die Analyse überraschte nicht nur Schubert, dessen Elf, auch bedingt durch die Umstellungen im Kölner Team, nun etwas tiefer stand. „Das waren fünf, zehn Meter und nicht problematisch. Wir wussten, dass wir weiter geduldig und konzentriert agieren mussten, haben immer wieder Nadelstiche gesetzt.“

Aachen ist inzwischen so gefestigt, dass man auch ohne Aimen Demai stabil agiert. Wie wichtig der Kapitän aber im Spielaufbau ist, zeigte sich nach seiner Einwechslung. Das war der Start der Schlussoffensive, gekrönt von Dennis Dowidats Treffer (85.).

Samstag kommt Rödinghausen, das Wiedenbrück 7:1 besiegte. „Spielerisch ein sehr starkes Team, das sich nach einem Hänger zurückgearbeitet hat.“ Und eine ganz andere Elf als Köln: „Auch da werden wir uns etwas einfallen lassen, mal sehen, was die Trainingswoche so bringt“, sagt Schubert. „Ein Kader ist ja größer als elf Spieler. Und gerade das Spiel in Köln hat doch gezeigt, dass jeder in der Mannschaft seine Wichtigkeit und Berechtigung hat.“

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