Aachen - Meijer legt die Verhandlungen zunächst auf Eis

Meijer legt die Verhandlungen zunächst auf Eis

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Es geht aufwärts im neuen Jahr. Zumindest wird für den Erfolg geschuftet am alten Tivoli, und dabei entdecken Mirko Casper und Kollegen auch wieder die Liebe für den guten alten Medizinball. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. Bibbern statt Belek: Alemannia hat sich eiskalt für ein Trainingslager in Aachen entschieden, während der eine oder andere Konkurrent in den Süden geflo(g)hen ist. So kehrte der Zweitligist Montagnachmittag an den alten Tivoli zurück, um sich auf die Rückrunde vorzubereiten.

21 frierende Zuschauer beobachteten den Auftakt 2010. Aber ist diese Saison nicht schon zur Halbzeit gelaufen, weil Norden und Süden der Tabelle nach 17 Spieltagen schon weit entfernt sind?

Erwartungsgemäß widerspricht Michael Krüger. „Wir wollen noch so weit wie möglich nach oben gelangen.” Besonders das Heimpublikum soll an neuer Stätte endlich stärker verwöhnt werden, fordert der Trainer ein. Die Begeisterung, die beim Umzug nicht mit eingepackt wurde, soll jetzt mit Verspätung im neuen Tivoli ankommen. Es gilt, den positiven Trend der letzten drei Spiele (7 Punkte) ins neue Jahr zu retten.

Nach drei Monaten in Aachen hat Krüger einen ersten Eindruck von dem „speziellen Charakter” dieser Mannschaft: „Man muss sie ständig unter Strom setzen. Sie kann auch nach guten Spielen mit einer großzügigen Belohnung nicht gut umgehen.” So will er auch in den nächsten Monaten die Leine etwas kürzer halten.

16 Verträge laufen aus, Hervé Oussalé wird sich sofort dem belgischen Zweitligisten RAEC Mons anschließen. Nur noch die formale Bestätigung stand Montagabend aus, eine kleine Ablösesumme für den schwer erziehbaren Stürmer wird Alemannia allerdings nicht erzielen.

Da waren es nur noch 15 auslaufende Verträge. Die Verhandlungen mit den übrigen Spielern hat Erik Meijer erst einmal - passend zur Bibberzeit - auf Eis gelegt. Die Profis sollen in Vorleistung treten, müssen sich empfehlen. „Sie haben es selbst in der Hand, sich für Alemannia oder andere Vereine durch gute Leistungen interessanter zu machen”, sagt Krüger. Die Nachfrage für die meisten Profis wird nach mäßigen Leistungen in 2009 noch überschaubar sein. „Es wird doch zunehmend schwieriger für die Spieler, einen Klub der Güteklasse von Alemannia zu finden”, vermutet Krüger.

Aachens Minikader wird sich in den nächsten Tagen kaum verändern. Und auch mittelfristig geht Krüger nicht davon aus, dass seine „Knie-Fälle” Lasnik, Daun, Plaßhenrich, Stehle und Müller noch in der Rückrunde aktiv werden.

Aachens neuer Manager bekommt in diesen Tagen ausreichend Bewerbungen von „absoluten Superspielern”. Zumindest sind das die flächendeckenden Einschätzungen ihrer Berater. Erik Meijer hofft auf so viel „Realismus” auch bei möglichen Preisverhandlungen. Einen Neuzugang für den maladen Angriff sucht der Verein weiterhin. Jung, deutschsprachig, entwicklungsfähig, steht auf dem Fahndungsplakat. Und auch ein Leihgeschäft ist denkbar. „Aachen ist doch eine gute Adresse”, findet der Limburger.
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