Krankheitsfälle in Alemannias Abwehr

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
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Torhüter Frederic Löhe und Michael Lejan (rechts) drohen auszufallen. Foto: Birkenstock

Aachen. Seit Saisonbeginn hat die Mannschaft ein feines Abwehrbollwerk aufgebaut, an dem sich gegnerische Stürmer häufig nur ein paar blutige Nasen abholten. Zu überwinden ist Alemannias Riegel eher schwierig, ab und an rutscht mal ein Freistoß oder Strafstoß ins Netz, ansonsten steht die Defensive so sicher wie eine Parkbank im Englischen Garten.

Fast immer waren es dieselben Wärter, die Alemannias Strafraum verriegelten. An allen Mannschaftsteilen wurde rumgeschraubt, nur die eingespielte Viererkette blieb gesetzt.

Doch vor dem finalen Heimspiel in diesem Jahr am Samstag gegen Wattenscheid (14 Uhr) drohen größere Umbauarbeiten. Peter Hackenberg wird nicht innenverteidigen können, beim Ersatzkapitän ist Dreck in eine Wunde am Knie gekommen. Vorsorglich pausiert der große Blonde auch diese Woche noch. Kris Thackray wird ihn am Samstag vertreten.

Gleich zwei Torhüter sind vergrippt. Frederic Löhe und sein Stellvertreter Kengo Fukudome setzten am Donnerstag mit dem Training aus. Peter Schubert bleibt aber zuversichtlich, dass der starke Keeper bis Samstag wieder ohne Taschentuch über die Runden kommt. Zu allem Überfluss muss Alemannias Trainer noch um seine Stammkraft auf der linken Abwehrseite zittern. Der Oberschenkel von Michael Lejan ist verhärtet, der Belgier setzt seit zwei Tagen aus. Am Freitag will er testen, ob ein Einsatz möglich ist. Große personelle Änderungen sind darüber hinaus beim ersten Spiel der Rückrunde nicht zu erwarten.

Holpriges Geläuf

Zunehmend machen sich die Profis allerdings Sorgen um ihre Arbeitsbedingungen. Schon der Hauptplatz sieht seit Wochen aus wie eine Almwiese nach dem Abtrieb. Das holprige Geläuf ist den meistens tief stehenden Gegnern ein Verbündeter im Abwehrkampf, wenn die Ball-Staffetten häufig vorzeitig auf dem Acker enden. Und auch die Trainingswiesen sind in einem „zunehmend schlechten Zustand“, klagt Schubert. Eine Verbesserung erwartet der Coach schon fast nicht mehr. „Es ist demoralisierend, wenn man permanent auf Dinge hinweist und nichts passiert.“

Ein letztes Mal in diesem Jahr betreten die Aachener am Samstag den Tivoli. Gegen Wattenscheid gelang in der Hinrunde ein Last-Second-Sieg, als Dominik Ernst traf. Wenigstens der offensivstarke Rechtsverteidiger wird uneingeschränkt mitwirken können, während für seine Kollegen noch der Countdown läuft.

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