bullyparade kino freisteller bully herbig tramitz kavanian

Kraemer: „Bislang haben keine Gespräche stattgefunden”

Letzte Aktualisierung:
kraemer10_fo
Hat keinen persönlichen Favoriten: Alemannias Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Am Mittwoch hat sich Alemannias Geschäftsführer auf die 355 Kilometer lange Strecke nach Hannover aufgemacht, ist bei Bad Nenndorf von der A2 abgebogen, Richtung Niedersachsen-Stadion, wo Lewis Holtby mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold geehrt wurde. Mit Frithjof Kraemer sprach unser Redakteur Roman Sobierajski.

Sie haben erklärt, dass ein Anforderungsprofil erstellt wird und erst dann Kandidaten für die Nachfolge von Jürgen Seeberger angesprochen werden. Steht das Anforderungsprofil inzwischen?
Kraemer: Andreas Bornemann trägt federführend das Profil zusammen. Die Dinge sind im Fluss, den Puls gibt der Sportdirektor als fachlich Verantwortlicher vor.

Das heißt im Umkehrschluss, dass bislang auch keine Kandidaten angesprochen wurden?

Kraemer: Richtig, bislang haben keine Gespräche stattgefunden.

Haben Sie sich denn auf eine bestimmte Zeitschiene festgelegt? Bis wann soll die Trainer-Nachfolge geregelt sein?

Kraemer: Wir sind weder persönlich noch in der Sache zeitlich festgelegt. Natürlich wollen wir diese Frage schnell angehen. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen, also was wir als Verein stemmen können, was die infrage kommenden Personen wollen, wie ist die Verfügbarkeit und wie sehen die Vertragskonstellationen aus.

Können Sie beschreiben, wie schwer es der Alemannia fällt, in diesen Zeiten die Verpflichtung eines neuen Trainers zu stemmen?

Kraemer: Leider haben wir kein Festgeldkonto, auf das wir zurückgreifen können. Aber durch das neue Stadion sind wir ertragsmäßig ein gutes Stück nach vorne gekommen. Wir haben nun die Perspektive, in unser operatives Geschäft investieren zu können, dazu gehört auch die Neuverpflichtung eines Trainers, der unsere lang- und mittelfristigen sportlichen Zielsetzungen umsetzt.

Sie haben extra ein neues Stadion gebaut, um Jürgen Seeberger entlassen zu können?

Kraemer: Solch ironische Fragen kommentiere ich nicht.

Zurück zum Ernst: Wie lautet die zentrale Frage bei der Trainersuche?

Kraemer: Die unternehmerische Frage lautet, was muss man investieren, dieses Ziel, um den Aufstieg mitspielen zu können, auch zu erreichen? Wir sind immer noch auf Schlagdistanz zu den Mitbewerbern in der Liga. Der neue Trainer muss uns nicht nur Glauben schenken, sondern er muss uns überzeugen.

Zu der unternehmerischen Frage kann aber auch der Aspekt gehören, wie weckt man Begeisterung bei der Mannschaft, bei den Fans...

Kraemer: Begeisterung bei den Spielern setzen wir voraus. Auch wir verspüren die Sehnsucht bei den Fans, den Sponsoren und den Medien, dass leidenschaftlicher und attraktiver Fußball gespielt wird. Wir haben großes Interesse daran, dass nicht nur ergebnisorientiert gespielt wird, sondern auch der Leidenschaft und dem Engagement Rechnung getragen wird.

Die Mannschaft hatte ihren Anteil bei der Entscheidung, sich vom Trainer zu trennen. Wie stark steht der Kader nun in der Pflicht?

Kraemer: Grundsätzlich ist bekannt, dass es einen gewissen Unmut aus Sicht unserer Spieler gegeben hat. Unser Sportdirektor hat die Kompetenz und die Erfahrung, mit solchen Dingen umzugehen. Der Kader steht Woche für Woche in der Pflicht.

Aber auch unabhängig davon, ob oder wie sehr die Mannschaft beteiligt war, kann man den Spielern seine Vorstellungen klarmachen...

Kraemer: Natürlich, die sportliche Zielsetzung ändert sich ja nicht. Und unsere Spieler haben auch diesen Selbstanspruch, sonst würden sie nicht unser Trikot anziehen und daran mitarbeiten, sowohl im Training als auch in den Spielen.

Der Sportdirektor hat in der vergangenen Woche in unserer Zeitung klargestellt, dass die Hoheit in der Trainerfrage bei der Sportlichen Leitung liegt. Warum kam es zu dieser Positionierung?

Kraemer: Dies hat nichts mit Positionierung zu tun, sondern umschreibt lediglich die Aufgabenteilung in unserem Verein. Wer sonst sollte diese Entscheidung treffen, wenn nicht der Sportliche Leiter? Er stimmt sich mit mir ab, und wir informieren den Aufsichtsrat, was die nächsten Schritte sind, die wir angehen. Was er zum Ausdruck bringen will, ist, dass wir in Abstimmung mit den Gremien die Trainersuche vorantreiben.

Muss der Aufsichtsrat nun grünes Licht geben und zustimmen, wenn mögliche Lösungen präsentiert werden, oder nicht?

Kraemer: Alle wichtigen Entscheidungen, also auch die Trainerfrage, werden von der operativen Leitung vorbereitet und dann kommuniziert. Ziel ist, eine kraftvolle Entscheidung zu bekommen, alle Kompetenzen und Erfahrungen zu nutzen und die bestmögliche Lösung zu suchen.

Hand aufs Herz und unter uns: Wer ist Ihr persönlicher Favorit?

Kraemer: Ich habe keinen Favoriten.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert