Aachen - Kilic: Der Adrenalin-Kick ist wieder da

Kilic: Der Adrenalin-Kick ist wieder da

Von: Helga Raue
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Gut zugepackt: Die erste Trainingseinheit für die Alemannia-Kicker vor rund 120 Zuschauern war schweißtreibend. Dazu gehört auch die Vorbereitung des Trainingsplatzes für ein Spielchen. Foto: Jérôme Gras
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Nicht nur der Herr der ruhenden Bälle: Alemannias Cheftrainer und Kaderplaner Fuat Kilic. Foto: Jérôme Gras

Aachen. „Ich habe heute Morgen gemerkt, dass ich zum Tivoli gerast bin. Das ist ein gutes Zeichen, der Adrenalin-Kick ist wieder da“, sagt Fuat Kilic und fügt lachend hinzu, „ich hoffe nur, dass ich nicht geblitzt worden bin.“ Alemannias Cheftrainer wirkt locker und optimistisch, ein gutes Zeichen zum Auftakt der Vorbereitung auf die neue Saison des Aachener Fußball-Regionalligisten.

Dabei hatte der 44-Jährige sich nach dem Abpfiff der vergangenen Saison vor gut vier Wochen nicht etwa Urlaub gegönnt, sondern eifrig am Kader für die Ende Juli beginnende neue Spielzeit gebastelt.

„Wir haben gut gearbeitet“, sagt Kilic, und er ist nicht etwa aufgrund seiner zwei Ämter – Trainer und Kaderplaner – zur gespaltenen Persönlichkeit geworden. Kilic lacht: „Nein, ich bin doch kein Alleinunterhalter, wir ziehen hier alle an einem Strang, um ein Team für die neue Saison auf die Beine zu stellen. Wir müssen alle zusammenrücken, müssen auch die Fans wieder mehr ins Boot bekommen.“

Die waren am Montag – wohl von Neugier getrieben – recht zahlreich auf dem Trainingsplatz hinter dem Tivoli-Parkhaus erschienen, rund 120 fachsimpelten, deutlich mehr als noch im vergangenen Jahr.

Es gab aber auch viel Neues zu sehen: Zwölf Akteure hatte Kilic bisher neu verpflichtet, am Montag kamen überraschend noch ein Co- und ein (spielender) Torwarttrainer hinzu. Simon Pesch ist studierter Sportwissenschaftler und wird Kilic künftig zur Hand gehen.

Der 28-Jährige war zuletzt für den Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf tätig. Mit Patrick Nettekoven wurde ein dritter Keeper verpflichtet. Der 30-Jährige spielte in der Regionalliga-Saison 15/16 für den FC Wegberg-Beeck spielte und kommt vom Nord-Regionalligisten VfB Oldenburg an den Tivoli.

„Ich habe mich mit drei, vier Kandidaten ausgetauscht. Mit seinen 30 Jahren verfügt Patrick über viel Erfahrung“, sagt Kilic, der für den Keeper eine Doppelrolle vorgesehen hat: Nettekoven soll sich auch um das Training seiner Kollegen kümmern, er löst Lukas Wojciak als Torwarttrainer ab. Und „steht parat, um selbst ins Tor zu gehen“, erhöht Kilic gleich den Konkurrenzdruck.

Die Planungen sind weitgehend abgeschlossen, doch auf zwei Positionen sieht der Coach noch Bedarf: Ein Innenverteidiger und ein Akteur für die linke Außenbahn fehlen noch, eventuell auch ein Sechser. „Idealerweise sollten wir noch nachlegen. Die Kandidaten sind da, es fehlt nur noch die Kohle“, sagt Kilic, der auch auf weitere „Sponsoren hofft“, flapsig. „Wir haben ein gutes Grundgerüst, müssen uns aber noch punktuell verstärken.“

Am Montag stellte sich ein bulliger Innenverteidiger vor, der beim abschließenden Spielchen durchaus Eindruck hinterließ: Alban Sabah (24) war in der Rückrunde von der SSVg. Velbert an die Sportfreunde Siegen ausgeliehen gewesen. Und mit Dogukan Türkmen (18) trainiert in der Vorbereitung ein Stürmer aus der eigenen A-Jugend mit dem Team.

Am Montag ließ Kilic seinen Kader gleich mal richtig schwitzen, nach der zweistündigen Morgeneinheit ging es am Nachmittag weiter. Auch am Dienstag stehen zwei Einheiten auf dem Programm. „Die Jungs waren sehr engagiert, ich hoffe, dass das so bleibt“, war Kilic mit dem Einstand zufrieden. Weiter geht es am Mittwoch- und Freitagmorgen, der Donnerstag ist frei, und schon am Freitag, 18.30 Uhr, steht beim Bezirksligisten Arminia Eilendorf das erste Testspiel auf dem Programm.

Aktuell setzt sich das Team aus neun Akteuren der vergangenen Saison und 13 Neuzugängen zusammen. „Das sind gute Jungs, gute Charaktere. Sie haben die richtige Einstellung und werden hoffentlich schnell Akzeptanz finden.“ Ein Saisonziel gibt Kilic nicht aus. „Klar, nach oben gucken, tut jeder. Aber ich mache keinen Platz zur Vorgabe. Ich hoffe, dass das Team schnell zusammenwächst – und dann wird man sehen, wohin die Reise geht.“

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