Aachen - Holtby-Transfer: Alemannia streitet sich mit Schalke

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Holtby-Transfer: Alemannia streitet sich mit Schalke

Von: Christoph Pauli
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Wertvoller Junge: Für Lewis Holtby reklamiert Alemannia noch einen Nachschlag von Schalke. Foto: imago/Reviersport

Aachen. Am Montag hat Lewis Holtby noch einmal die alten Kameraden besucht. Der 19-Jährige war bei der Sportlerwahl in Aachen nominiert. Der ehemalige Alemanne belegte Platz 4, ein starkes Ergebnis für jemanden, der nur im Team startet und zudem nicht mehr in Aachen unterwegs ist.

Vor der Saison ist Holtby zum FC Schalke 04 gewechselt. Alemannia würde es sicherlich besser gehen, wenn ein adäquater Ersatz gefunden worden wäre. Finanziell hat sich das Geschäft jedenfalls gelohnt. Der Erstligist muss in zwei Tranchen drei Millionen Euro zum nicht besonders liquiden Zweitligisten überweisen. Die erste Zahlung ist erfolgt, die zweite steht im Sommer an.

Darüber hinaus hat das Vertragswerk viele weitere Klauseln, von denen Aachen auch in Zukunft profitieren würde. Alemannia erhält einen schönen Nachschlag, falls Holtby eines Tages in die A-Nationalmannschaft berufen wird oder gar an einer Fußball-Weltmeisterschaft teilnimmt.

Das ist Zukunftsmusik, aktuell möchte der Klub von anderen Klauseln profitieren. Für die ersten und die folgenden zehn Bundesliga-Spiele sollte der FC Schalke 04 jeweils 250.000 Euro überweisen. Das Problem an der Sache: Holtby ist nach wenigen Monaten an den VfL Bochum für anderthalb Jahre weiterverliehen worden. Kein Zufall, wird in Aachen argwöhnt, dass der Spieler just nach seinem neunten Bundesliga-Spiel den Arbeitgeber wechselte. Der Fall der Ausleihe ist im Vertrag nicht eindeutig geregelt.

Jetzt streiten die Parteien, ob es zehn Bundesliga-Spiele oder zehn Bundesliga-Spiele für Schalke sein müssen. Die Parteien sind sich nicht einig in der juristischen Bewertung. „Es gibt unterschiedliche Auffassungen, die Klubs tauschen sich aus”, sagt Frithjof Kraemer. Alemannias Geschäftsführer will sich über Vertragsinhalte explizit nicht äüßern. Der Zweitligist sieht das Recht auf seiner Seite, der Erstligist ebenfalls. „Wir kommentieren die Sache nicht, aber bestätigen, dass es unterschiedliche Auffassungen gibt”, sagt Schalke-Sprecher Rolf Dittrich.

Erst einmal kann Alemannia die strittige Summe nicht im Lizenzantrag berücksichtigen, der in diesen Tagen an die DFL geht. Im schlechteren Fall fließt das Geld mit Verspätung, wenn Holtby wieder für Schalke aufläuft.

Und noch eine andere Klausel könnte strittig werden. Erreicht Schalke im Sommer einen internationalen Wettbewerb, sind satte 500.000 Euro Nachschlag vorgesehen. Der Fall ist sportlich fast gesichert, jetzt muss er nur juristisch geklärt werden.
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