Gegen Rostock etwas mehr Adrenalin, bitte!

Von: Klaus Schmidt
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Aachen. Über diese Episode an der Tankstellen-Kasse muss Michael Krüger immer noch schmunzeln. „Da stand eine ältere Dame und sagte: Gehen Sie ruhig vor - Sie haben ja gewonnen!” So etwas hatte der Trainer von Alemannia „noch nie erlebt”, selbstverständlich nahm er das Angebot nicht an.

Aber es zeigte ihm nach dem 1:0 in Augsburg, wie extrem der Aachener Fußball-Fan reagiert. Vor lauter Schulterklopfern in der Stadt „brauchst du den Physio, der die Muskulatur wieder lockert”. Dabei hatten sie „nicht die Champions League, sondern nur ein popeliges Zweitliga-Spiel gewonnen”. Nach Niederlagen herrsche dagegen „eine Stimmung wie auf dem Zentralfriedhof von Leipzig”.

Krüger hofft vor dem Montag-Spiel gegen Hansa Rostock nicht, „dass sich die Mannschaft anstecken lässt von dieser Aachener Mentalität zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt”. Die zweite Trainingseinheit am Donnerstag hat den Chefcoach nicht so recht überzeugt, „da fehlte es mir an Adrenalin”. Jetzt bloß nicht genügsam werden, und so stellt Krüger auch keinen Persilschein für die Startelf vom vergangenen Sonntag aus: „Manchmal ist es sogar gut, auf ein, zwei Positionen etwas zu ändern - damit die Mannschaft wach bleibt.”

Kevin Kratz und Szilard Nemeth sind wieder einsatzbereit; welches Team letztlich gegen den „gefährlichen Gegner” Rostock beginnen wird, entscheiden die abschließenden Einheiten. Die taktische Grundformation dürfte kaum beim 4-1-4-1 bleiben.

Michael Krüger: „Taktik hat ja etwas mit einem Plan zu tun, in dem man den Gegner mit einbezieht. Wir können ja nicht so vermessen sein und sagen: Alles hat sich nach Alemannia Aachen zu richten.” Nun spiele man aber zuhause, müsse agieren. „Wir werden das Ganze ein bisschen hochschieben. Der Sieg in Augsburg hilft wenig weiter, wenn wir jetzt nicht nachlegen.”
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