Frithjof Kraemer und Bernd Maas sehen sich wieder

Von: pa
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Alemannia Aachens ehemaliger Geschäftsführer Frithjof Kraemer. Foto: sport/Fishing 4

Aachen/Duisburg. Beim MSV Duisburg treffen sich zwei alte Bekannte wieder. Bernd Maas und Frithjof Kraemer haben eine gemeinsame Vergangenheit. Beide waren Geschäftsführer bei Alemannia Aachen, die jeweilige Amtszeit endet jeweils mit einer fristlosen Kündigung.

Maas ist nach einer Episode bei Dynamo Dresden, die ebenfalls unrühmlich endete, nun in Duisburg gelandet. Zunächst hat er den Verein beraten, seit ein paar Monaten ist er Geschäftsführer der Zebras und Nachfolger des gekündigten Roland Kentsch, dem gravierende Fehler im Lizenzierungsverfahren vorgehalten werden. Dem Gründungsmitglied der Bundesliga wurde im Sommer die Zulassung für die 2. Liga verwehrt.

Natürlich geht es um Geld, wenn die Herren wieder in Kontakt treten. Der Meidericher SV versucht gerade einen radikalen Schuldenschnitt im „hohen siebenstelligen Bereich“, um wieder eine Perspektive im bezahlten Fußball zu bekommen und die Insolvenz zu vermeiden. Während die städtischen Tochtergesellschaften mittlerweile ihre neuerliche Hilfsbereitschaft signalisiert haben und damit das Gros der Gläubiger dem 80-prozentigen Verzicht wohl zustimmen wird, gibt es große Probleme mit der IBB-Bank Bodensee, berichtet die Zeitung „Reviersport“.

Anlaufstelle der Verzweifelten

Das Kreditinstitut ist auf Hochrisikogeschäfte unter anderem auch im Profifußball spezialisiert. Wenn andere Banken die Türe für Vereinsvertreter zumauern und keinen Cent mehr verleihen wollen, ist die Bank vom Bodensee häufig die Anlaufstelle für die Liga der Verzweifelten. Auch Alemannia Aachen hat sich unter Frithjof Kraemer dort Geld geliehen nach Informationen dieser Zeitung. Insider berichten von einem Zinssatz in Höhe von zwölf Prozent, der am Tivoli fällig wurde für das Darlehen.

Seit dem letzten Winter, als der MSV die Insolvenz erst in letzter Sekunde abwenden konnte, ist die IBB AG auch Kreditgeber beim MSV. Duisburgs Ansprechpartner ist Frithjof Kraemer, der nach seinem Rauswurf in Aachen beim ehemaligen Vertragspartner untergekommen ist.

In der Branche direkt hat Kraemer aus Sicht des Deutschen Fußballbundes vorerst nichts mehr zu suchen. Der Verband hat gerade erst ein zweijähriges „Funktionsverbot“ gegen den 40-Jährigen verhängt, der „fahrlässig Verstöße gegen Pflichten im Lizenzierungsverfahren begangen“ haben soll.

Die Zeitung berichtet, dass Kraemer auf Bedingungen pochen soll, die der Klub keinem Gläubiger versprechen kann. Weil das Moratorium die Einheitlichkeit für alle Gläubiger beinhaltet und Kraemer wohl nicht mitziehen will, stagnieren die Verhandlungen. Ein positives Ergebnis muss aber spätestens bis zum Frühjahr erreicht werden, wenn Bernd Maas für den MSV die Lizenzunterlagen beim DFB einreichen muss.

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